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Oberhaching: Margit Markl (SPD) will im zweiten Anlauf Bürgermeisterin werden

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Von: Birgit Davies

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Eine Lanze für die Radfahrer bricht Margit Markl (59), die für die SPD als Bürgermeisterin in Oberhaching kandidiert.
Eine Lanze für die Radfahrer bricht Margit Markl (59), die für die SPD als Bürgermeisterin in Oberhaching kandidiert. © Birgit Davies

Sie wäre die erste Frau, die in Oberhaching das Bürgermeisteramt innehat, und zudem wäre es das erste Mal ein SPD-regiertes Rathaus.

Oberhaching – Margit Markl (59) wurde am Donnerstag einstimmig von den Mitgliedern des Ortsverbandes als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl 2020 aufgestellt. Bereits 2014 stellte sie sich dieser Herausforderung und erreichte 28 Prozent der Stimmen. Nun wirft sie erneut ihren Hut in den Ring.

Wohnungsbau als großes Thema

„Es gibt zahlreiche Themen, die in der Gemeinde auf der Agenda stehen, daher ist die erneute Kandidatur nur folgerichtig“, sagt sie. Erschwinglicher Wohnraum ist für Markl ein wichtiges Ziel. Ein Element dafür ist nach ihrer Meinung die Förderung genossenschaftlichen Wohnbaus: „Das gibt den Mitgliedern Existenzsicherheit, da eine Genossenschaft nicht gewinnorientiert ist und jeder Mitspracherecht hat.“ Derzeit liegt ein Antrag der SPD im Rathaus vor, der fordert, dass gemeindliche Flächen für genossenschaftlichen Wohnbau ausgewiesen werden sollen. „Aber auch in der Zukunft wird der Bau weiterer gemeindlicher Mietwohnungen eine Rolle spielen.“

Schon der Opa saß jahrzehntelang im Gemeinderat

Oberhaching ist für die Kandidatin nicht nur Heimatgemeinde, sondern eine Herzensangelegenheit, betont sie. In der Gemeinde geboren, wurde ihr politisches Interesse und sozialdemokratisches Gedankengut geradezu in die Wiege gelegt: Bereits ihr Großvater war rund 30 Jahre SPD-Gemeinderat und anschließend ihre Mutter von 1984 bis 1990. Markl ist kontinuierlich seit 1990 im Gemeinderat, seit 1996 zudem Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss und seit 2014 im Bauausschuss. Seit 2008 ist sie im Kreistag im Jugendhilfeausschuss sowie in den Ausschüssen Sport und Partnerschaft seit 2014. Seit 18 Jahren ist sie Vorstand des SPD-Ortsvereins.

Rücksichtsvolles Miteinander der Verkehrsteilnehmer

„Noch hat sich Oberhaching seinen liebenswerten ländlichen Charakter bewahrt, doch der Siedlungsdruck steigt und mit ihm die Herausforderungen“, betonte Markl. So betont sie ob zunehmenden Verkehrs, dass rücksichtsvolles Miteinander der Verkehrsteilnehmer, die mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, unterstützt werden muss. „Es gilt, neuralgische Verkehrspunkte zu entschärfen und das Radfahren noch attraktiver zu gestalten beispielsweise durch bessere Abstellmöglichkeiten“, sagt die passionierte Radlerin. Auch die schwierige Verkehrssituation am S-Bahnhof Deisenhofen wird für sie ein Schwerpunkt.

Auch Klimaschutz ist zentrales Thema. „Wir dürfen uns nicht auf der Geothermie ausruhen, sondern müssen weitere Möglichkeiten zum Schutz unserer Umwelt einbeziehen.“ Ebenso liegt Markl Bürgerbeteiligung am Herzen. „Es wäre von Vorteil einen Senioren- und Jugendbeirat zu installieren, die Anträge einbringen können und bei entsprechenden Themen Rederecht im Gemeinderat haben.“

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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