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Optimistisch ziehen die Kandidaten der Freien Bürger in den Wahlkampf: (v.l.) Helga Mielenz, Kornelia Mielenz, Christian Luppatsch, Dirk Schneider, Karl Hofmann, Alfred Fischer, Leonore Gierlichs und Helmut Petz

Kommunalwahl Bayern

Dirk Schneider ist Bürgermeisterkandidat der Freien Bürger in Oberhaching

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Mit Dirk Schneider als Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters ziehen die Freien Bürger in Oberhaching in den Kommunalwahlkampf. Einstimmig wurde er von den Mitgliedern bei der Aufstellungsversammlung gewählt.

Oberhaching – Schneider lebt mit seiner Familie seit 2004 in Oberhaching und ist nach eigenen Worten seither an der Gemeindepolitik interessiert, ob das nun den Abriss der alten Brennerei mit folgendem Neubau von Wohnungen, die Sanierung der Münchner Straße oder aktuell die Planungen für den Schulcampus betrifft. „Es ist wichtig, die freie Meinungsäußerung zu fördern“, betonte der 55-jährige leitende Angestellte.

Schneider sieht FOS-Standort kritisch

Nach seinem Dafürhalten sind die geplante Realschule und die FOS zwar grundsätzlich positiv für die Entwicklung Oberhachings zu betrachten, doch den Standort am S-Bahnhof Deisenhofen sieht er kritisch. „Dort würde an den Wochenenden eine Brachfläche entstehen, und dafür die das Gelände viel zu wertvoll.“ Zudem prophezeit er „zu viel Verkehr“, vor allem, da nach seinen Worten viele der jüngeren Schüler von den Eltern mit dem Auto gebracht werden würden.

Andere Mitglieder sind anderer Meinung

Seine Meinung wurde jedoch nicht von allen Mitgliedern der Freien Bürger geteilt. Ernestine Mattis erklärte, dass beispielsweise eine Wohnbebauung am Standort Deisenhofen wesentlich mehr Verkehr nach sich zöge und dort stets „Betrieb herrschen würde“. Dem stimmte auch Alfred Fischer zu, der derzeit für die Freien Bürger im Gemeinderat sitzt. „Es fehlen zahlreiche Schulen, da ist dieser Campus ideal, und es gibt auch keinen besseren Standort.“ Wie er betonte, könnte auf dem Areal zudem Wohnraum eigens für junge Leute entstehen mit einfachen und preiswerten Appartements zum Mieten. „So könnte man diese Generation am Ort halten.“ Karl Hofmann, Vorsitzender der Freien Bürger, meinte daraufhin, dass eine programmatische Diskussion der Gruppierung noch ansteht.

15 Kandidaten bewerben sich für den Gemeinderat

Die Liste mit 15 Kandidaten für den Gemeinderat wurde ebenfalls einstimmig befürwortet. Die weiteren Plätze, um bei der Kommunalwahl antreten zu können, werden durch Doppelnennungen erreicht. Als Kandidaten dabei sind unter anderem Helga Mielenz und Leonore Gierlichs, die beide die Belange behinderter Menschen im Fokus haben. „Es gibt noch viele Barrieren in Oberhaching, die beseitigt werden müssen und außerdem sollte man zum Beispiel vor Apotheken oder vor Häusern, wo Ärzte sind, Parkplätze für Behinderte schaffen.“ Christian Luppatsch sieht vor allem mit Sorge die Entwicklung des neuen Mobilfunknetzes G5. Nach seiner Meinung sollte die Gemeinde in diesem Bereich aktiver werden und kritisch zum Schutz der Bürger sein.

Die Kandidaten

1. Dirk Schneider (55 Jahre), leitender Angestellter, 2. Sylke Holland, 3. Dieter Riess, 4. Karl Hofmann (85 Jahre), Pensionär, 5. Helmut Petz (62 Jahre), 6. Christian Luppatsch (57 Jahre), 7. Helga Mielenz (78 Jahre), Rentnerin, 8. Daniel Seifert, 9. Maria Göldner-Fischer, 10. Leonore Gierlichs (63 Jahre), 11. Sonja Seifert, 12. Silvia Hofmann, 13. Alfred Fischer (55 Jahre), Schreiner, 14. Angela Gebessler, 15. Kornelia Mielenz, (54 Jahre).

Kommunalwahl im Überblick

Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis München haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Zudem können Sie sich in unserem Artikel zu den Landratswahlen über die dort antretenden Kandidaten informieren. Alle weiteren Hintergrundberichte finden sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis München

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