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Die neue Radhauptverbindung beginnt in München-Harlaching, führt durch den Perlacher Forst und weiter über Oberhaching-Deisenhofen, den Deisenhofener Forst und Sauerlach nach Otterfing; später bis Holzkirchen im Landkreis Miesbach. Im Perlacher Forst soll de Radweg aufgefächert werden. Geplant sind Anbindungen von und nach Grünwald bzw. Großhesselohe, Unterhaching und Taufkirchen. 

Planung beginnt

Auf neuen Radwegen bis nach Holzkirchen

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Seit Jahren träumen die Gemeinden Unterhaching, Taufkirchen, Oberhaching und Sauerlach von einem ausgebauten Radweg in den Landkreis Miesbach. Jetzt darf geplant werden. Der Landkreis München erklärte sich bereit, den Löwenanteil der Kosten zu schultern. Damit entsteht ein ganz neues Modell: eine sogenannte Radhauptverbindung.

LandkreisBereits im November 2015 hatten sich die vier Gemeinden in einem gemeinsamen Antrag an den Landkreis gewandt. Inzwischen steht fest, dass der Radweg von München bis Otterfing führen wird und in Zusammenarbeit mit dem benachbarten Landkreis Miesbach irgendwann bis Holzkirchen verlängert werden soll. Auf eigener Flur übernimmt der Landkreis München die Kosten für Bau und Unterhalt. Die Gemeinden sind für die jeweils eigene Ortsdurchfahrt zuständig. Die Abstimmung zwischen den Gemeinden und dem Landkreis ist Oberhaching übertragen. Das Landratsamt geht von Kosten zwischen 2,8 bis 4,3 Millionen Euro aus. Nicht berücksichtigt sind Aufwendungen für Maßnahmen im Sinne des Artenschutzes und für etwaige Gutachten. Beachtliche Teile der Trasse führen durch Landschafts- und Wasserschutzgebiete mit seltenen Reptilien und Brutgebieten für Vögel. Der Antrag aus dem Herbst 2015 kam zur rechten Zeit. Ein halbes Jahr zuvor hatte sich der Kreis auf Anregung des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München auf 13 Radschnellwege und zwei, drei ergänzende Radschnellverbindungen geeinigt. Im Sommer dieses Jahres kam Bewegung in das Projekt „Schneller Radweg München Süd“, als Landrat Christoph Göbel (CSU) sich mit der Regierung von Oberbayern auf ein Konzept und den Verlauf der Trasse verständigte. Gemeinsam mit Oberhachings Bürgermeister, Kreisrat Stefan Schelle (CSU), kam Göbel im Gespräch mit Regierungspräsidentin Maria Els überein, sich auf einen verminderten Standard zu einigen. Der Radweg soll nicht als Radschnellverbindung (RSV), sondern als Radhauptverbindung (RHV) ausgebaut werden. Und dass aus naheliegenden Gründen.

Bestehende Wege werden ausgebaut

Da ein Großteil der Trasse durch Wald und Landschaftsschutzgebiet führen soll, will Göbel Flächenfraß und unnötige Rodungen soweit wie möglich vermeiden, die Verbindung stattdessen über bestehende Wege führen. Zumeist handelt es sich um Forstwege, die ausgebaut und asphaltiert werden sollen. Die Ansprüche in Sachen Komfort an einen RHV sind niedriger, als an eine RSV. Der Aufwand beim Ausbau ist damit geringer. Ein Radhauptweg ist eine Art Mittelding zwischen einem drei bis vier Meter breiten und möglichst kreuzungsfrei angelegten Radschnellweg und einem gängigen Radweg.

Der „Schnelle Radweg München Süd“ kam im Kreistag durchweg gut an. Kreisrat Stefan Schelle erwartet eine „hohe Akzeptanz“ der radelnden Bevölkerung. Markus Büchler (Grüne) sprach von ganz neuen Möglichkeiten. Erstmals würde ein Radweg wie eine Kreisstraße behandelt. „Das ist eine hervorragende Sache, ein zukunftsweisendes Modell.“

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