Oberschleißheim hat gute Chancen für FOS/BOS, aber auch Sauerlach will Standort sein

Landkreis will vier neue Schulen bauen

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Der Landkreis treibt den Ausbau seines Schulangebots mit Hochdruck voran. Am Montag wird der Ausschuss für Bauen und Schulen voraussichtlich vier Neubauten beschließen, darunter eine weitere FOS/BOS im Süden.

Landkreis– Es wäre die dritte Fach- und Oberschule nach der FOS/BOS in Unterschleißheim, die 2014 eröffnet wurde, und der gelplanten FOS/BOS in Haar, wo im Herbst 2018/19 der Betrieb starten könnte.

Grundlage für diese Pläne ist der aktualisierte Schulbedarfsplan, der ebenfalls am Montag im Landratsamt vorgestellt wird. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass vier neue Schulen notwendig sind, die Kreisräte entscheiden über ein Gymnasium in Aschheim, eine Realschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn und einen weiteren Schulcampus mit einer FOS/BOS und einer Realschule. Dieser soll entweder in Oberhaching oder Sauerlach entstehen, wobei derzeit Oberhachingdie besseren Chancen hat.

Sauerlach und Oberhaching bieten Grundstücke in S-Bahnnähe

In beiden Gemeinden sind geeignete Grundstücke nahe der S-Bahnhöfe vorhanden, in Sauerlach an der Sommerstraße und in Oberhaching zwischen dem Bahnhof Deisenhofen und der Kirche St. Bartholomäus. Bessere Aussichten für eine Genehmigung durch das Kultusministerium sehen die Gutachter aktuell bei Oberhaching, weil der S-Bahnhof Deisenhofen auf Basis des ÖPNV-Angebots für Schüler aus dem Landkreis und der Landeshauptstadt besser erreichbar ist. Eine Simulation habe zehn Prozent höhere Schülerzahlen für den Standort Oberhaching gegenüber Sauerlach ergeben.

„Die Kinder sind da. In die Schulen zu investieren, ist unsere ureigenste Aufgabe“, sagt Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle (CSU), auch finanziell sei dies trotz schlechter Finanzlage machbar: „Die Finanzierung kann man über Jahre strecken.“ Die Grundstücksverhandlungen seien „auf einem guten Weg“. Würde der Campus in Oberhaching gebaut, hätte die Gemeinde drei weiterführende Schulen.

Auch Sauerlach hält sich als Schulcampus-Standort mit FOS/BOS (500 bis 600 Schüler) und Realschule (etwa 450 Schüler) für sehr geeignet. „Wir brauchen im Süden eine weitere Realschule“, sagt Zweiter Bürgermeister Klaus Zimmermann (UBV), der Barbara Bogner während ihres Urlaubs vertritt. „Wir haben bisher nur eine Grundschule, uns wäre sehr daran gelegen eine weiterführende Schule in Sauerlach zu bekommen.“ Die Finanzierung der Realschule wollen beide Bewerber in der Einheit des Schulzweckverbands schultern, zu dem die Gemeinden Grünwald, Oberhaching, Taufkirchen und Sauerlach gehören.

Realschule Höhenkirchen-Siegerstbrunn gilt als sicher

Im Südosten gilt Höhenkirchen-Siegerstbrunn als Standort für eine neue Realschule als sicher, sie könnte direkt neben dem Gymnasium gebaut werden. Im Osten ist Aschheim der konkrete Kandidat für das nächste Gymnasium im Landkreis.

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