Neues Baugebiet für Oberhaching
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Gleich im Anschluss an das Neubaugebiet Am Neuen Weg (Markierung) plant die Gemeinde Richtung Grünwalder Weg neuen Wohnraum zu schaffen.

Gemeinde plant weiteres Projekt für Einheimische zwischen Linienstraße und Grünwalder Weg

Mehr Wohnraum für die Oberhachinger

  • Birgit Davies
    vonBirgit Davies
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Die Gemeinde Oberhaching reagiert auf den immer größer werdenden Druck auf den Wohnungsmarkt: Sie will eines Wohnbauprojekt für Einheimische anstoßen.

Auf einem rund 21 000 Quadratmeter großen Areal zwischen Grünwalder Weg und Linienstraße soll in den nächsten Jahren ein weiteres Wohnbauprojekt für Einheimische mit bezahlbarem Wohnraum in Form von selbstgenutztem Wohnraum und Mietwohnungen verwirklicht werden. Einstimmig sprachen sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung für das Vorhaben aus.

Das Gebiet liegt direkt neben dem jüngsten Neubaugebiet Am Neuen Weg, das fast fertig gestellt ist. Dort leben mittlerweile in 19 Reihenhäusern, 14 Doppelhaushälften und sechs Einzelhäusern 172 Einwohner, darunter 94 Kinder und Jugendliche. Zudem werden im Spätherbst 24 Mietwohnungen in drei Bauten mit Geschosswohnungen bezugsfertig sein. Dort werden rund 70 Bewohner einziehen können.

Wie Bürgermeister Stefan Schelle betonte, verfolgt die Gemeinde seit Jahrzehnten eine behutsame Siedlungspolitik, die die Verträglichkeit mit der vorhandenen Infrastruktur sowie das Miteinander der Menschen berücksichtigt. „Es ist keine Monstersiedlung geplant“, sagte Schelle. Das Areal ist aufgrund der bereits vorhandenen Erschließung geeignet. Zudem befinden sich Kindergärten und ein Lebensmittelmarkt in der Nähe, und S-Bahn und Buslinie sind gut mit dem Fahrrad erreichbar. Johannes Ertl (WGO) warnte vor einem „Wohnghetto“, da gleich zwei Wohnprojekte benachbart sind: das am Puppenspielerweg und das Am Neuen Weg. „Es wäre gut, dies durch ein Lokal oder eine Eisdiele zu ergänzen“, sagte er. Dem hielt Schelle entgegen, dass dadurch die Ortsmitte geschwächt würde und Lokalitäten ohnehin schnell mit dem Rad erreichbar seien.

Margit Markl (SPD) meinte, dass man auch andere Areale in Betracht ziehen könnte, da die Gemeinde den entsprechenden Grundbesitz hat. Zudem wünschte sie sich, dass man eine Baugenossenschaft bildet. „Vielleicht wäre ein zusätzliches Arbeitsgespräch sinnvoll, um über Standort des Projekts und Wohnformen zu sprechen“, schlug sie vor. Valentina Eckel (Grüne) regte an, größere Grünflächen einzubringen. Dazu warf Michael Thaller (CSU) ein, dass „alle hier im Gemeinderat das Glück haben ein Haus oder eine Wohnung zu besitzen, es aber viele Oberhachinger gibt, die sich das dringend wünschen“.

Schelle erinnerte daran, dass der Bebauungsplan „nur der erste Schritt“ sei und die inhaltliche Diskussion jetzt erst beginne. Es sei für die Gemeinde wichtig, dass sowohl junge Familien als auch ältere Mitbürger nicht wegziehen müssen, weil sie sich Oberhaching nicht mehr leisten können.

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