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Die Absperrungen sind weg: Ab sofort ist die Münchner Straße für den Verkehr wieder geöffnet

Sanierung vorerst abgeschlossen

Münchner Straße ist wieder offen

Oberhaching - Die Oberhachinger können endlich aufatmen. Pünktlich zum Ende der Sommerferien ist die Münchner Straße wieder geöffnet.

Nachdem die Anwohner seit Anfang Mai von Lärm und Staub der Baustelle geplagt waren und die Autofahrer großräumige Umleitungen in Kauf nehmen mussten, ist die Ortsdurchfahrt von der Badstraße bis zur Holzstraße jetzt vollständig erneuert. Noch in der letzten Woche wurde mit Hochdruck daran gearbeitet die Asphaltschichten aufzubringen, denn aufgrund archäologischer Funde, unter anderem Tonscherben, Tierknochen und Pfostenlöcher, die beweisen, wo zu den Zeiten der Kelten Gebäude standen, kam es während der Bauzeit zu Verzögerungen. Nun müssen nur noch Restarbeiten erledigt werden, wie die Pflasterung der Geh- und Radwege sowie die Herstellung der Grünflächen. Ende September wird auch die Zufahrt zur Holzstraße vollständig fertig sein und diese kann wieder befahren werden.

Wie Peter Döbl, zuständiger Gebietsabteilungsleiter des Staatlichen Straßenbauamtes, berichtet, wurde die gesamte Entwässerung der Straße auf Vordermann gebracht, also nicht nur neue Leitungen verlegt, sondern auch die Versickerungseinrichtungen für die Straßenabwässer erneuert. Außerdem wurde die Münchner Straße mit breiteren Gehwegen sowie einem Radweg versehen. Flüsterasphalt soll für eine geringere Lärmbelastung der Anwohner sorgen.

Ob im nächsten Jahr, wie ursprünglich geplant, der Ausbau der Münchner Straße vervollständigt wird, dann von der Kreuzung an der Holzstraße bis zur Lanzenhaarer Straße, ist noch nicht beschlossen. Nach Aussagen des Straßenbauamtes wird derzeit das Bauprogramm für 2017 aufgestellt, sodass im Spätherbst die Entscheidung fällt, ob die Ortsdurchfahrt im nächsten Jahr noch einmal für die restliche Sanierung geschlossen wird.

Georg Schuster, Inhaber der Freien Tankstelle an der Kreuzung zur Holzstraße, wünscht sich ein Jahr Baupause. „Wir hatten erhebliche finanzielle Einbußen, da täte uns ein Jahr ohne Baustelle gut“, meinte er. Zudem kritisierte er die nach seiner Meinung schlechte Organisation der Baustelle. „Das hätte alles schneller gehen können, da haben zum Teil nur drei Leute gearbeitet und am Freitag gar niemand.“

Das sehen Susanne und Jürgen Preisinger, Inhaber eines Friseur- und Fahrradgeschäftes direkt gegenüber der Tankstelle, völlig anders. „Die Bauarbeiter waren immer freundlich und entgegenkommend, und auch die Gemeinde, die sich um die Gehwege kümmert, war für die Wünsche der Anwohner offen“, sind sich beide einig. „Es war dringend nötig die Münchner Straße herzurichten, zum einen hat man jetzt einen viel angenehmeren Eindruck, wenn man in den Ort hineinfährt, zum anderen bauen wir darauf, dass sich der Flüsterasphalt positiv auswirkt und dadurch der Verkehrslärm weniger wird“, betonte Susanne Preisinger. Sie hoffen, dass die restliche Straße gleich im nächsten Jahr gemacht wird. 

Birgit Davies

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