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Bereit für s neue Einsatzjahr sind (v.l.) der neue stellvertretende Kommandant Karlheinz Strähuber, der ehemalige Kommandant Helmut Zoppelt, der neu gewählte Kommandant Andreas Schwankl, Vorstand Klaus Dexl, Schriftführer Michael Piendl, Kassier Josef Willberger und der Zweite Bürgermeister Johannes Ertl.  

Neuer Kommandant muss Feuerwehr zusammenhalten

Die Jugend zieht weg. Viele Aktive arbeiten nicht am Ort und fehlen beim Einsatz tagsüber: Große Herausforderungen für Andreas Schwankl, den neuen Kommandanten der Oberhachinger Feuerwehr. 

Oberhaching – Im Prinzip plagen die Freiwillige Feuerwehr Oberhaching keine Nachwuchssorgen. Und auch die Zahl der Aktiven ist in Ordnung. Allerdings ist es schon heute vor allem tagsüber schwierig, genügend Helfer für einen Einsatz zu finden. Denn viele Aktiven arbeiten nicht im Ort. Verschärfen wird sich die Situation auch durch den überhitzten Wohnungsmarkt. Weil Wohnen auch in Oberhaching immer teurer wird, ziehen viele Junge weg – und fehlen dann der Feuerwehr. Eine von vielen Herausforderung für den neuen Kommandanten der Feuerwehr Oberhaching, Andreas Schwankl. Der 41-Jährige, der drei Jahre lang als stellvertretender Kommandant fungiert hat, löst Helmut Zoppel (53) ab, der das Amt 18 Jahre innehatte.

Zoppelt hatte zunächst das große Engagement der Feuerwehr gelobt und die aktive Jugend hervorgehoben. Mit 74 Aktiven hat die Feuerwehr derzeit keine Nachwuchssorgen. Wie Kreisbrandrat Josef Vielhuber jedoch sagte, müssen die Feuerwehren im Landkreis die Situation im Auge behalten, da viele junge Menschen nach der Ausbildung in der Feuerwehr wegziehen, da sie an einem anderen Ort einen Arbeitsplatz finden oder studieren. „Das Wohnen ist so teuer, dass die jungen Leute es sich kaum noch leisten können, hier zu bleiben“, sagte er und betonte, dass sich die Gemeinden stärker einsetzen sollten, um bezahlbaren Wohnraum gerade für diejenigen zu schaffen, die sich für das Wohl der Mitbürger einsetzten. „Es ist wichtig, Menschen am Ort für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen und auch die Zusammenarbeit zwischen den Wehren zu intensivieren“, sagte Vielhuber.

Wie Kommandant Helmut Zoppelt berichtete, verlief das Jahr 2016 ruhig. Im Gedächtnis blieb vor allem ein Brand während der Bauarbeiten für die neue Sporthalle an der Grundschule Deisenhofen. Ende Juni hatte dort nach Schweißarbeiten die Holzfassade Feuer gefangen, konnte aber von den Einsatzkräften schnell gelöscht werden. Besonders tragisch war im Juli der Unfall eines Lkw-Fahrers, der an einer Baustelle in eine vier Meter tiefe Baugrube gestürzt war und erst mit Hilfe eines Baukrans schwer verletzt geborgen werden konnte. Er starb im Krankenhaus. Insgesamt wurde die Feuerwehr zu 24 Bränden oder Brandalarmen gerufen, bot 54 Mal technische Hilfeleistung, sei es, um einen Kranken aus der verschlossenen Wohnung zu holen oder Ölflecken auf der Straße zu beseitigen. Zu den 13 sogenannten sonstigen Einsätzen gehörte auch die Rettung verschiedener Tiere.

Mit nicht enden wollendem Applaus verabschiedete die Feuerwehr ihren Kommandanten Helmut Zoppelt. Sein Nachfolger Andreas Schwankl engagiert sich seit 25 Jahren bei der Feuerwehr. Er setzt sich stark für die Jugendarbeit ein. „Dies möchte ich fördern und für genügend Schwung sorgen für das in drei Jahre anstehende Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen.“ Neuer stellvertretender Kommandant ist Karlheinz Strähuber, der seit 2004 aktives Mitglied der Feuerwehr ist. Der 45-jährige Oberhachinger will ebenfalls die Jugendarbeit intensivieren und das Bewusstsein für das Engagement in der Wehr stärken.

Viel Applaus von den Kameraden gab es bei den Ehrungen. So ist Albert Frimmer seit 75 Jahren Mitglied der Feuerwehr. Der 91-jährige Oberhachinger lässt keine Jahresversammlung aus und freut sich auf den Florianstag, bei dem er offiziell geehrt wird. 25 Jahre dabei sind neben Andreas Schwankl auch Andreas Handschuher und Johann Kosak. Geehrt für 20 Jahre im Dienst wurde Martin Müller. Seit zehn Jahren dabei sind Martin Krause, Maximilian Retzer, Michaela Schechinger, Wolfgang Schramm und Thomas Schuster.  dv

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