Großen Applaus von den Kameraden gab es für Beförderungen und Ehrungen: Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Stefan Willberger (ab 3.v.l.) und Matija Marget, zum Feuerwehrmann befördert wurde Stefan Windischmann, geehrt für 20 Jahre aktiven Dienst wurde Michael Doll, ebenfalls zum Feuerwehrmann befördert wurden Moritz Hummel und Alessa Anetzberger. Vorsitzender Klaus Dexl (l.), Kommandant Andreas Schwankl (2.v.l.), Vize-Kommandant Karlheinz Strähuber (2.v.r.) und Bürgermeister Stefan Schelle (r.) gratulierten. foto: birgi t davies

Oberhaching bekommt eine Jugendfeuerwehr

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Die Weichen für den Aufbau einer Jugendfeuerwehr hat die Freiwillige Feuerwehr Oberhaching bei ihrer 150. Jahresversammlung gestellt.

Oberhaching –  „Unser Ziel ist es, langfristig für Nachwuchs in der Wehr zu sorgen“, sagte Vorsitzender Klaus Dexl vor den rund 70 aktiven Feuerwehrleuten im Bürgersaal Forstner. „Schon beim Tag der offenen Tür am 3. Oktober wurde deutlich, dass sich viele Kinder und Jugendliche für die Arbeit der Feuerwehr interessieren, das ist eine tolle Möglichkeit, sie zu gewinnen.“ So wurde mit großer Mehrheit die Satzung geändert und das Mitgliedsalter von 15 auf 12 Jahre herabgesetzt. Zudem sind die Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr vom Beitrag freigestellt. Neu wird die Position eines Jugendwarts als Mitglied der Vorstandschaft geschaffen.

Immer mehr junge Leute wollen sich bei der Feuerwehr engagieren

„Bereits am Tag der offenen Tür haben sich 16 Mädchen und Jungen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren angemeldet“, freut sich Kommandant Andreas Schwankl. Spielerisch sollen diese auf die Aufgaben in der Feuerwehr vorbereitet werden. „Das Projekt steht noch ganz am Anfang und wir es werden gemeinsam entwickeln.“

Jubiläumsfest zum 150. Geburtstag

Parallel feiert die Oberhachinger Freiwillige Feuerwehr dieses Jahr ihr stolzes 150-jähriges Bestehen, das mit einer Festwoche vom 20. bis 24. Mai gefeiert wird. „Wir haben ein vielseitiges Programm organisiert“, berichtete Dexl. Vom Festumzug mit Feldgottesdienst über Jazzfrühschoppen, Kabarett mit Wolfgang Krebs, Rocknacht und bayerischem Abend ist einiges geboten. 

Einsatzbilanz 2019

Derzeit zählt die Wehr 73 aktive Feuerwehrleute, die im vergangenen Jahr zu 139 Einsätzen ausrücken mussten, 2018 waren es 133 Einsätze. Fast zwei Drittel davon waren technische Hilfeleistungen wie das Öffnen von Türen in medizinischen Notfällen.

Vor allem zu Beginn des vergangenen Jahres gab es aber auch Sturmeinsätze, bei denen Äste und ganze Bäume von Straßen geräumt werden mussten. Ebenso wurden Schneemassen von Gebäuden entfernt, wie beim Flachdach des Kindergartens St. Bartholomäus. „Wir mussten zwar häufig ausrücken, doch glücklicherweise handelte es sich nicht um spektakuläre Einsätze“, sagte Vize-Kommandant Karlheinz Strähuber. Er wies darauf hin, dass vor allem bei bei Unfällen die Autofahrer wenig Disziplin zeigen und öfter die Arbeit von Feuerwehr und Rettungskräften sogar behinderten.

Pilotgemeinde für Rettungsprojekt

Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) dankte den Freiwilligen für ihr großes Engagement, das Mitmenschen in Notsituationen unterstützt und Leben rettet. Zudem berichtete er, dass Oberhaching Pilotgemeinde für ein Projekt ist, bei dem erarbeitet wird, wie man pflegebedürftigen Menschen im Katastrophenfall am besten helfen kann. Gemeinsam mit dem BRK, Feuerwehr, Betreuungsdiensten, Ärzten und Apotheken sowie Gemeindeverwaltung und Bauhof werden Szenarien erarbeitet, um im Ernstfall frühzeitig reagieren zu können.  

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