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Verkostung: Jungbraumeister Johann Griebl suchte einen ausgewogenen Geschmack für das neue Helle, das im Herbst vorgestellt wird. 

Brauereigenossenschaft Oberhaching

Immer noch auf der Suche nach einem Bräustüberl

Vor zwei Jahren feierte die Brauereigenossenschaft Oberhaching ihr Gründungsfest. Das Bier verkauft sich gut. Doch ein Wunsch ist noch immer offen: ein eigenes Bräustüberl. 

Oberhaching – Bereits dieses Jahr zur ersten Vollversammlung im März zählte die Genossenschaft rund 400 Mitglieder. „In den letzten Monaten sind wir weiter gewachsen auf 450 Mitglieder“, sagt Vorstandsmitglied Florian Schärpf, zuständig für Marketing und Vertrieb. „Wir waren aktiv bei vielen Festivitäten im Ort mit von der Partie und konnten so das Projekt noch bekannter machen.“ Ob nun beim Straßenfest, dem Maifest der Oberhachinger Burschen, dem 50-jährigen Jubiläum der Kirche St. Bartholomäus oder dem Sommerkonzert der Sängerzunft Deisenhofen, bringt sich die Brauereigenossenschaft in alle Bereiche des gemeindlichen Lebens ein.

Als besonders positiv betrachtet Schärpf, dass die Genossenschaft den Zapfhahn im Bürgersaal Forstner übernehmen konnte, wo zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattfinden. „Es ist unser Ziel, Gemeinschaft im besten Sinne zu schaffen.“

Einziger Wermutstropfen ist, dass bis jetzt noch kein eigenes Bräustüberl in Sicht ist, wo sich die Bierfreunde zwanglos zusammensetzen können. Es gab zwar einige Ideen, doch diese ließen sich nicht umsetzen. So bestand die Überlegung im alten Hackschnitzelheizwerk ein Stüberl einzurichten, doch die Nutzung wäre zeitlich beschränkt gewesen, da dort für den Jugendtreff und den TSV eine Heimat entstehen wird.

Ab 10. September gibt’s das neue Bier

Auch der Gedanke im Stadl eines Landwirts unterzukommen ist bisher nicht weiter gediehen. „Man muss es als Eigentümer schon mögen, wenn plötzlich fremde Leute im Garten sitzen“, meinte Schärpf. So treffen sich zum Stammtisch jeden ersten Dienstag im Monat rund 20 bis 25 Mitglieder in örtlichen Lokalen, die das Bier der Brauereigenossenschaft ausschenken, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Testsude zu probieren oder die neu entworfenen Etiketten für das frisch erarbeitete Helle zu begutachten. Nach dem Kellerbier, dem Deisenhofener Weißbier und dem Stephani Dunkel, gibt es nämlich ab Mitte September ein Helles. „Wir freuen uns schon auf den ersten Ausschank, der am Sonntag, 10. September im Forstner Saal geplant ist.“

Jungbraumeister Johann Griebl hat die neue Biersorte entwickelt, die dieser Tage erstmals vom Vorstand im Wildbräu Grafing, wo die Genossenschaft brauen lässt, verkostet wurde und großen Anklang fand. „Mittlerweile ist auch deutlich geworden, dass unser Bier nicht nur aus Heimatverbundenheit gekauft wird, sondern weil es einfach gut schmeckt“, ist sich Florian Schärpf sicher. So wurden dieses Jahr schon 15 000 Liter verkauft.

dv

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