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Oben Solar, unten Gemüse: Gemeinde plant Photovoltaikanlage neben der A995

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Von: Birgit Davies

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Ein Arbeiter montiert PV-Anlagen auf einem Dach
Auf dem „Pöttinger Feld“, einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von rund 1,5 Hektar nahe des Autobahnanschlusses A 995, plant die Gemeinde Oberhaching eine Photovoltaik-Freiflächenanlage.  © Marijan Murat/dpa

Auf dem „Pöttinger Feld“, einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von rund 1,5 Hektar nahe des Autobahnanschlusses A 995, plant die Gemeinde Oberhaching eine Photovoltaik-Freiflächenanlage.

Oberhaching - Rund 1870 Solarmodule sollen in Zukunft für eine Jahresleistung von 1000 Kilowatt-Peak sorgen. Wie Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates berichtete, steht man jetzt am Anfang des Verfahrens, weshalb zunächst der Flächennutzungsplan, der dort Landwirtschaft vorsieht, entsprechend geändert werden muss. Zudem ist die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Einhellig befürworteten die Räte den Plan des Fachbüros UmweltConcult GmbH.

Sabine Hillbrandt (Grüne) begrüßte das Projekt und fragte nach, ob angrenzende Grundstücke ebenfalls im Eigentum der Gemeinde sind und einbezogen werden könnten. Schelle erläuterte, dass dies nicht der Fall sei und man bei Interesse von anderen Eigentümern jeweils im Einzelfall anhand von Gutachten abklären müsste, ob dies möglich ist. Die nötige Netzverträglichkeitsprüfung wurde bereits durch die Bayernwerk Netz GmbH durchgeführt, die auch eine Einspeisezusage gegeben haben.

Umzäunung mit heimischen Kletterpflanzen

Nach Aussage des Fachbüros kann auf eine Ausgleichsfläche verzichtet werden, da das Areal zwischen und unter den Modulen für die Entwicklung eines arten- und blühreichen Grünlands genutzt werden kann, wo auch Tiere eine Heimat finden. Geplant ist außerdem eine Hecke mit heimischen Gehölzen an der Westseite, um mögliche Blend- und Reflexionswirkungen auf die Wohnbebauung zu minimieren. Die Umzäunung wird mit heimischen Kletterpflanzen begrünt. Zudem ist eine Streuobstwiese angrenzend an die Anlage im Osten geplant.

Simon Sainer (WGO) wies darauf hin, dass auch weiterhin darauf geachtet werden sollte, die Dachflächen gemeindlicher Gebäude mit Photovoltaik auszurüsten. Dem stimmte Schelle zu und meinte, dass die Gemeinde hier aktiv sei. Erwin Knapek (SPD) rügte, dass „man in diesem Bereich über Jahrzehnte gepennt hat und nun bauen sollte, was geht“. Er schlug außerdem vor, Gemüseanbau unter den Modulen möglich zu machen. Diesen Vorschlag griff der Bürgermeister auf und meinte, dass man vielleicht Kleingärtner dazu gewinnen könnte.  

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