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Vor zahlreichen Gästen nehmen die Schüler der Mittel- und Wirtschaftsschule Oberhaching und Rektorin Claudia Sanders (r.) die Auszeichnung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" von Landeskoordinator Michael Schneider-König (l.) entgegen.

"Schule ohne Rassismus"

Auszeichnung für Mittelschule Oberhaching

Vor zahlreichen Gästen haben Schüler der Mittel- und Wirtschaftsschule Oberhaching den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" entgegengenommen.

Oberhaching - Eine Begrüßung auf Arabisch, Kroatisch oder in Farsi: Für die Schüler der Mittel- und Wirtschaftsschule Oberhaching ist das kein Problem. Seit zwei Jahren gibt es Übergangsklassen für Flüchtlingskinder an der Schule, „und schnell war klar, dass man mehr tun muss, um den Zusammenhalt zu stärken“, berichten die Schülersprecher Franziska Schwarz (17) und Lucas Pfeiffer (16) über die Entstehung des Teams „Schule ohne Rassismus“. Die offizielle Auszeichnung „Schule ohne Rassismus (SOR) – Schule mit Courage“ wurde jetzt mit zahlreichen Gästen in der Aula gefeiert.

Michael Schneider-König, Landeskoordinator SOR für Oberbayern, freute sich, den engagierten Mitgliedern des SOR-Teams ein großes Schild mit der entsprechenden Aufschrift zu überreichen. Die Oberhachinger Mittel- und Wirtschaftsschule gehört nun zu einem Netzwerk von über 2000 Schulen bundesweit, die sich gegen Rassismus einsetzen, und bewusst die Würde und Rechte jedes einzelnen Menschen vertreten, denn dies hat sich SOR auf die Fahne geschrieben.

„Rassismus gibt es überall, manchmal nur im Kleinen, und ihr habt euch verpflichtet, in jedem Fall genau hinzusehen und zu versuchen, mit gemeinsamen Gesprächen oder Projekten entgegenzuwirken“, sagte Schneider-König zum Applaus der Gäste. Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle betonte, dass es eigentlich schade sei, dass überhaupt ein Titel nötig ist, um zu zeigen, dass etwas gegen Rassismus getan wird. Denn eigentlich sollte „es eine Selbstverständlichkeit sein, einander Respekt entgegenzubringen und Schule gemeinsam zu gestalten“.

Schülersprecherin Franziska Schwarz berichtete, dass das Projekt schon im vergangenen Schuljahr startete, als die Schüler unter dem Motto „Wir sind bunt!“ ein lebendiges Peace-Zeichen gestaltet haben. „Wir wollten damit zum Ausdruck bringen, wie wichtig Frieden auf allen Ebenen ist, ob in der Schule oder auf der ganzen Welt“, erklärte Schülerin Michelle Plach (15 Jahre) vom SOR-Team.

So organisierte das zwölfköpfige Team unter anderem einen Bowling-Nachmittag mit Schülern aus den Ü-Klassen, um einander in ungezwungener Atmosphäre besser kennenzulernen. Um die Kosten dafür tragen zu können, fragten die Schüler selbständig bei Oberhachinger Firmen an, die sich gerne mit kleinen Spenden beteiligten.

„Es ist eine durchweg positive Erfahrung. Das Projekt ist ein Selbstläufer, weil das Team so selbstständig arbeitet und tolle Ideen hat“, lobte Sozialpädagogin Isabell Sirtl. Und noch einen guten Aspekt verbuchen die Schüler: „Die Erfahrungen kann man auch ins Arbeitsleben mitnehmen, weil man sich besser einfühlen kann in Menschen, die aus anderen Ländern kommen.“ Auch darin sind sich Lucas, Franziska und Michelle einig.

Birgit Davies

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