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Tatkräftig, herzlich, humorvoll und großzügig: Gastronomin Ingrid Hirnschal.

Sie wurde nur 62 Jahre alt

Trauer um Wirtin des "Schinken-Peter"

Oberhaching - Tatkräftig und herzlich, humorvoll und großzügig, so erlebten Familie, Freunde und natürlich auch die Gäste im „Schinken-Peter im Forstner“ Wirtin Ingrid Hirnschal. Nun ist sie unerwartet nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren gestorben.

Die Arbeit als Gastronomin bildete einen wichtigen Mittelpunkt in ihrem Leben, und Ingrid Hirnschal schaffte es stets, sich trotz der langen Arbeitsstunden in der Gaststätte einen aufmerksamen und fürsorglichen Blick auf die Menschen in ihrer Umgebung zu bewahren. Und so kannte man sie als freundliche und kommunikative Chefin, die sich gerne auch mal Zeit nahm, um mit den Gästen zu plaudern oder für viel Lachen beim Erzählen von Witzen zu sorgen.

Ihre Liebe zur Gastronomie entwickelte sich, nachdem ihr Mann Karl-Peter ein Restaurant in München führte. Damals war Ingrid Hirnschal noch als Bankkauffrau in der Kreissparkasse in Unterhaching tätig und unterstützte ihren Mann an jedem Wochenende im Lokal. Gleichzeitig kümmerte sie sich liebevoll um ihre beiden Kinder Markus und Andrea. Ab Mitte der 80er Jahre betrieb das Ehepaar schließlich drei Restaurants und zwei Kioske am Schleißheimer See. Zu diesem Zeitpunkt war Ingrid Hirnschal Vollzeit-Gastronomin und gab ihre Arbeit in der Bank auf.

Doch als Mitte der 90er Jahre ihr Mann an Krebs erkrankte, entschied sich das Paar nur noch die Gaststätte „Schinken-Peter“ in Giesing weiterzuführen. Eine große Wunde riss der Tod ihres Mannes 2002, mit dem die Gastronomin 25 Jahre verheiratet war. „Als unser Vater verstarb, hat sie trotz des schweren Verlustes mit viel Kraft und Engagement das Restaurant weiter erfolgreich betrieben“, berichtet Tochter Andrea.

Als gebürtige Oberhachingerin, getauft in St. Stephan, wo sie auch Kommunion feierte, stellte sie sich dann mit 52 Jahren einer neuen Herausforderung und übernahm den „Schinken-Peter im Forstner“, direkt gegenüber der Kirche St. Stephan. „Das Restaurant war ihr „Schätzchen“ und sie führte es mit Liebe und Herz“, erzählt Sohn Markus, der selbst in der Oberhachinger Gaststätte arbeitete.

Ingrid Hirnschal legte dort nicht nur Wert auf gute bodenständige Küche, angenehmen Service und brachte viele Ideen ein, wie das Krimi-Dinner, das von den Gästen begeistert angenommen wurde, sondern sie verstand es die Räumlichkeiten mit Leben zu füllen. Zahlreiche Oberhachinger Vereine waren zu Gast und Stammtische genossen die gemütliche Atmosphäre. Mit ihrem verbindenden Wesen zog sie viele Menschen an und hatte immer ein offenes Ohr auch für die Nöte anderer. Schließlich entschied sich die Vollblut-Gastronomin im März dieses Jahres in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. „Im April ist unsere Mama für sechs Wochen in unser Ferienhaus nach Spanien geflogen und meinte zu mir, dass dies das erste Mal in ihrem Leben sei, dass sie solange Urlaub mache“, sagte Tochter Andrea. Doch das unbeschwerte Glück währte nicht lange, bei ihrem zweiten Urlaub in Spanien wurde sie unerwartet krank und verstarb dort am 6. September im Krankenhaus. (

dv

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