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500 Euro sollte ein Oberhachinger zahlen, um einen angeblichen Gewinn von 50.000 Euro zu erhalten.

Aus dem Polizeibericht

Trickbetrug-Anruf aus der Türkei

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Gleich mehrmals haben Trickbetrüger versucht, einem 83-Jährigen Oberhachinger am Telefon Geld abzuknöpfen. Doch der Rentner alarmierte die Polizei.

Oberhaching - „Herzlichen Glückwunsch. Sie haben 50.000 Euro gewonnen!“ Einen Anruf mit dieser Ansage erhielt vor kurzem ein 83-Jähriger Oberhachinger. Einen Haken allerdings hatte die Angelegenheit, wie die Polizei in Unterhaching meldet: Damit ihm das Geld ausbezahlt werden könne, müsse er zuvor 500 Euro überweisen, lautete die Anweisung per Telefon. Nachdem der Rentner darauf nicht reagierte, schlug ihm der nächste Anrufer vor, jemanden vorbeizuschicken, der die 500 Euro abholen könnte. Im darauffolgenden Telefonat wurde dem Rentner schließlich angekündigt, dass die Zwangsvollstreckung seines Kontos drohe. Diese könne er aber durch eine weitere Zahlung abwenden. Als der Oberhachinger sich daraufhin als Rechtsanwalt zu erkennen gab, legte der Anrufer sofort auf und meldete sich auch nicht mehr. 

Laut Polizei, die der Rentner danach informierte, waren alle Anrufer „im wahrsten Sinne des Wortes ,getürkt‘.“ Nach Erkenntnissen der Polizei kommen solche Anrufe nämlich fast ausschließlich aus der Türkei. „Dort sitzen bestens geschulte ,Mitarbeiter‘ in eigens dafür eingerichteten Callcentern, die anhand von Telefonlisten gezielt Bürger mit älter klingenden Vornamen aussuchen und anrufen“, schreibt die PI Unterhaching. In Deutschland seien lediglich Handlanger unterwegs, die als Abholer fungieren, aber keine Kenntnis über die Hintermänner haben. Das Problem der deutschen Polizei bringt der Leiter der PI Unterhaching, Stefan Schraut, auf den Punkt: „Die Zusammenarbeit mit den türkischen Sicherheitsbehörden gestaltet sich derzeit naturgemäß sehr schwierig.“

Sophia Heyland

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