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Film- und Foto-Experten: (v.l.) Ralf Reckmann, Wolf Schneider, Monika Waschin, Gerald Bauernfeind, Theodor Neidek und Dieter Schoch.

Oberhachinger Film- und Fototage

Reise in fremde Länder und Heimat-Kulisse

Oberhaching – Die Filmer und Fotografen nehmen Besucher mit in fremde Welten - und zeigen ihnen, wie schön es vor der eigenen Haustür ist.

Es ist kein Wettbewerb, es geht nicht ums Besser sein. „Das Besondere an den Oberhachinger Film- und Fototagen ist, dass das Miteinander, das Austauschen von Ideen und Erfahrungen im Mittelpunkt steht“, betont Monika Waschin.

Und das wissen Hobbyfotografen, Filmer und Interessierte aus dem ganzen Landkreis zu schätzen. Sie kamen zu den Oberhachinger Film- und Fototagen zusammen, heuer bereits zum 16. Mal. Organisiert wird die Veranstaltung vom Kulturverein Oberhaching. 

Dessen Vorsitzende Waschin betont: Es sei ihr nicht wichtig, wie viele Preise ein Film gewonnen habe, sondern eine bunte Vielfalt zu zeigen. Begleitet wurden die Tage von einer Ausstellung des Film- und Fotoclubs Fürstenfeldbruck, die Bilder der „Straßenfotografie“ zeigte. Eindrückliche Motive aus aller Welt, oft beiläufig auf der Straße gefunden, sind zu sehen und schärfen den Blick für die besonderen Momente im Alltäglichen. 

Von dem breiten Angebot der Veranstaltung konnten sich die rund 150 Besucher am ersten Tag überzeugen. Zunächst zeigte Gerald Bauernfeind, Leiter der Kreativ-Fotografen der VHS SüdOst, acht Foto-Kurzserien zu diversen Themen, die die Kursteilnehmer privat oder bei Gruppen-Exkursionen entwickelt hatten. Zum Beispiel in „Prag – die goldene Stadt“, bei der wunderschöne Fotos der tschechischen Hauptstadt zu sehen sind. Sie vermitteln beim Betrachter nicht nur das Gefühl, er sei dabei gewesen, sondern nehmen ihn durch im Hintergrund gesprochene historische Details mit auf eine Reise durch Prag. 

Daneben exotische Motive wie die „Wüstenbewohner Ägyptens“ und der Besuch bei einem afrikanischen Volksstamm im Kontrast zu Heimat-Kulissen wie der „Faszination Viehscheid“, „Monte Lussari“, „Moorerlebnis Sterntaler Filz’n und Nickelheim“. 

Gerald Bauernfeind aus Deisenhofen leitet den VHS-Kurs seit 21 Jahren und ist mit diesem von Beginn an bei den Film- und Fototagen vertreten. Er möchte vor allem „die Freunde am Fotografieren und Vertonen“ weitergeben. 

Auch Rudolf Egensperger, der den ersten von 18 Kurzfilmen zeigte, beschreibt seine Faszination am Filmen so: „Man ist ein Alleskönner: Kameramann, man sucht die Musik aus oder komponiert sie selber am Computer, und natürlich schneidet und bearbeitet man das Filmmaterial. Das ist nicht vergleichbar mit großen Filmproduktionen“. Sein neunminütiger Kurzfilm „Ein Garten von Duft und Pracht“ handelt vom Chinesischen Pavillon im Westpark Münchens, in dem er eindrücklich zeigt, wie der Aufbau des Pavillons die Stationen des Lebens darstellt. 

Bei der Ausstellung fällt auf, dass die Fotografien und Filme auf Reisen, Ausflügen in die Natur oder bei Ereignissen vor der Haustür entstanden sind. „Besonders auf Reisen weiß man nie, was auf einen zukommt. Das ist das Spannende an diesem Hobby“, meint Hobbyfilmer Ralf Reckmann. Die Film- und Fototage entführten nicht nur in andere Welten, sondern schärften auch den Blick für das Besondere in der unmittelbaren Umgebung.

Isabella Lauber

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