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Über 80 Oberbiberger kamen zur Bürgerversammlung beim Kandler.

Ortsdurchfahrt Oberbiberg: Ampel und Tempo 30 abgelehnt

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Vor allem das Thema Verkehr beschäftigte bei der Bürgerversammlung im Gasthof Kandler die rund 80 Oberbiberger.

Oberbiberg – Vor allem das Thema Verkehr beschäftigte bei der Bürgerversammlung im Gasthof Kandler die rund 80 Oberbiberger. Bürgermeister Stefan Schelle hatte für die Bürger eine gute Nachricht im Gepäck. Das zuständige Straßenbauamt hat demnach entschieden, die Ortsdurchfahrt der Altgemeinde zu sanieren. Bereits seit einigen Jahren sind die Planungen für die Umgestaltung der Durchfahrt fertig, lagen aber auf Eis, da das Straßenbauamt seine Zustimmung noch nicht erteilt hatte.

Straßenbauamt lehnt Tempo 30 und Ampel ab

Die Gemeinde trägt die Kosten für den Bau eines Gehwegs sowie anteilig für die Entwässerung. Nicht nur die Straße selbst wird renoviert, parallel wird ein Fußweg gebaut, der vom Ortseingang Richtung Süden auf der rechten Seite entlang der Kirche bis hinter den Gasthof Kandler führt. Ab dort verläuft er auf der anderen Straßenseite weiter bis zum Ortsausgang. Auf die Nachfrage, ob im Ort dann Tempo-30 gelten würde, erklärte Schelle, dass das Straßenbauamt dies nicht genehmigt. Er meinte jedoch, dass durch den erhöhten Fußgängerweg der Verkehr voraussichtlich etwas langsamer wird, da die Straße dann eine ordentliche Begrenzung hat, die sie optisch schmaler wirken lässt.

Wie er den Bürgern mitteilte, hat das Straßenbauamt auch den Wunsch nach einer bedarfsgerechten Ampel abgelehnt, da die Ortsdurchfahrt mit rund 4000 Fahrzeugen täglich nicht stark genug befahren ist. Jedoch werden zusätzliche Straßenlampen errichtet, um die Sicht in der Nacht zu verbessern.

Schulcampus

Wie Schelle weiter berichtete, entwickelt sich auch das Projekt Schulcampus mit Realschule und FOS weiter. „Es steht nun fest, dass die Realschule vierzügig wird und auch die Zweige Französisch und Musik anbietet.“ Das Raumprogramm für die FOS rechnet mit 500 Schülern. Er betonte, dass die Schulen im Landkreis nötig sind und da Oberhaching in jedem Fall an der Finanzierung beteiligt ist, es nach seinem Dafürhalten eine gute Lösung sei, wenn die Schüler in ihrer Heimatgemeinde bleiben können und nicht quer durch den Landkreis fahren müssen.

Auswirkungen der MVV-Reform auf Parkplätze am S-Bahnhof

Ein Oberbiberger fragte nach, ob sich die MVV-Reform auf die sowieso schon schwierige Parkplatzsituation am S-Bahnhof Deisenhofen auswirken würde. Dazu sagte der Bürgermeister, dass es bis jetzt kein Problem sei, man aber im Rahmen der Parkraumüberwachung nicht nur Parksünder aufschreiben, sondern auch die Gesamtsituation im Blick behalten würde.

Einbrüche in Oberbiberg

Anschließend berichtete Udo Wunsch, Kontaktbeamter der Polizeiinspektion Unterhaching, von zwei vor kurzem geschehenen Einbrüchen in Oberbiberg. Einer geschah im Dezember. Eine Dame, die bereits im Schlafzimmer war, hörte Geräusche und rief per Handy vom Zimmer aus die Polizei. Während diese anrückte, blieb sie telefonisch in Kontakt mit den Beamten. Die beiden Einbrecher konnten auf frischer Tat ertappt werden und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Der zweite Einbruch geschah in der Silvesternacht. Hier sind die Täter durch ein gesichertes Kellerfenster eingebrochen und konnten entkommen.

Laut Wunsch gab es im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember in Oberhaching drei versuchte und fünf vollendete Einbrüche, einer davon in die Further Kapelle. Er hatte für die Oberbiberger Informationsmaterial zum Schutz des eigenen Hauses dabei und betonte, dass man sich im Fall des Falles sofort bei der Polizei melden soll. 

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