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Weite Umwege müssen Autofahrer in Kauf nehmen. Die Umleitung ist weiträumig.

Ortsdurchfahrt Oberhaching ab Montag dicht

Dritter Sommer, dritte Vollsperrung

Nichts geht mehr ab Montag in Oberhaching: Die Ortsdurchfahrt wird bis Mitte September gesperrt, Fahrer müssen wieder große Umwege in Kauf nehmen.  

Oberhaching – Es ist der dritte Sommer in Folge, in der die Ortsdurchfahrt Oberhaching voll gesperrt ist. Die Bauarbeiten starten am  Montag, 3. April. Dann ist die Münchner Straße zwischen Holz- und Lanzenhaarer Straße gesperrt – voraussichtlich bis Mitte September. Das teilt das Staatliche Bauamt Freising mit. Zu spüren bekommen das nicht nur Autofahrer, die sich auf weite Umwege einstellen müssen. Auch die Händler trifft es erneut.

„Es ist nun das dritte Jahr mit der großen Baustelle an der Münchner Straße“, sagte Christoph Müller-Brandt, Erster Vorsitzender des Gewerbeverbands Oberhaching (GVO) bei der Jahresversammlung. „So langsam gewöhnen wir uns daran.“ Um die wirtschaftlichen Ausfälle für die seit Beginn der Bauarbeiten 2014 geplagten Geschäftstreibenden so gering wie möglich zu halten, werden auch heuer große Plakate an der Baustelle aufgestellt, die darauf hinweisen, dass alle Geschäfte erreichbar sind. Ebenso wie Richtungspfeile, die es Kunden erleichtern sollen, den Weg in die Ortsmitte zu finden.

Lisa Deuschle, die einen Optikerladen an der Bahnhofstraße betreibt, erklärte, dass Kunden aus umliegenden Gemeinden zwar in der Vergangenheit Schwierigkeiten hatten, den Weg zu finden, da sich die Zufahrten durch die Bewegung der Baustelle immer wieder änderten. Doch unter Einbußen habe sie nicht leiden müssen. Ludwig Neumayer, der ein Obst- und Gemüsegeschäft betreibt, hingegen hat die Sperrung im Sommer 2016 deutlicher gespürt. Die Leute hätten sich über die Verkehrsverhältnisse beschwert, berichtete er.

Doch die Ampelschaltung bei Lanzenhaar habe sich positiv ausgewirkt. Und: „Wir haben einen blühenden Ort, ich möchte nicht woanders arbeiten“, sagte Neumayer und lobte die guten Parkmöglichkeiten direkt vor den Läden.

Und Bürgermeister Stefan Schelle machte den Gewerbetreibenden weitere Hoffnung: Die Arbeiten seien der letzte Bauabschnitt an der Münchner Straße. Und „wir hoffen, dass die Situation etwas einfacher wird, da der Flaschenhals an der Autobahn diesmal offen ist“.

Denn in diesem Jahr wird zwischen Holz- und Lanzenhaarer Straße die Fahrbahnbreite auf einer Länge von 650 Metern von acht auf 6,5 Meter verringert, um neue, breitere Gehwege für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Zudem wird die Entwässerung der Staatsstraße 2368 ertüchtigt, lärmmindernder Fahrbahnbelag aufgebracht, die Fußgängerunterführung am Bichlweg saniert und die Straßenbeleuchtung erneuert.

Dafür ist eine Vollsperrung von der Kreuzung Münchner Straße/Holzstraße bis zur Kreuzung der Staats- mit der Kreisstraße M11 nötig. „Der überörtliche Verkehr wird während der gesamten Bauzeit in Richtung Oberhaching bereits ab Taufkirchen über die Kreisstraße M2 (Tegernseer Landstraße), die frühere B13 Richtung Sauerlach und über die M11 zurück nach Oberhaching geführt“, heißt es in der Mitteilung des Staatlichen Bauamts. Gleiches gilt für die Gegenrichtung. Wer auf die Autobahn will, dem empfiehlt die Behörde eine Umfahrung über die A995. Damit der Verkehr nicht zu sehr stockt, wird an der Kreuzung der ehemaligen B13 zur M11 nördlich von Lanzenhaar eine Ampel installiert.

Nicht nur der Auto- und Lasterverkehr, auch die Busse sind betroffen von der Sperrung. Für die Linien 222, 224 und 227 informiert der MVV über Änderungen. Anwohner brauchen sich keine Sorgen machen: „Der Anliegerverkehr wird bis auf wenige Tage für die Asphaltierungsarbeiten ermöglicht“, heißt es aus dem Staatlichen Bauamt. Der dritte und letzte Bauabschnitt, der in zwei Phasen abgewickelt wird, kostet insgesamt 1,9 Millionen Euro.

Birgit Davies/Janine Tokarski

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