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Wieder Baustelle: Die Arbeiten sind gerade erst vorbei. im Sommer rücken wieder die Bagger an der Münchner Straße an.

Anwohner in Oberhaching genervt

Straßenbau, die Dritte: Ortsdurchfahrt ab Sommer wieder Baustelle

Oerhaching – Ab Sommer geht‘s weiter mit den Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt. Gewöhnen können sich die Anwohner daran nicht.

Immerhin: Über den Winter ist Ruhe an der Münchner Straße in Oberhaching. Aber im Sommer 2017 geht es wieder los mit den Bauarbeiten. Dann ist der Abschnitt zwischen Holzstraße und Lanzenhaarer Straße dran, sagte Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) bei der Bürgerversammlung. 

Wohlwissend, dass sich die Oberhachinger in den vergangenen Monaten oft geärgert hatten über die Arbeiten an der Münchner Straße, die für reichlich Behinderungen sorgten. Der letzte Teilabschnitt der Sanierung der Münchner Straße sei unumgänglich, sagte Schelle . „Es ist wichtig und sinnvoll, dass es gemacht wird, das sieht man schon jetzt am fertigen Teil der Straße.“ Die Kosten trägt der Staat, die Gehwege muss die Gemeinde mit einer Million Euro finanzieren. 

Das sollte machbar sein, denn die Finanzlage der Gemeinde ist laut Schelle solide. Dennoch gebe es Schulden, sie seien notwendig geworden, um Geld in nachhaltige Projekte wie die Energieversorgung auf geothermischer Basis zu investieren, in Schulen und Grunderwerb. Bei den Ausgaben für Personal macht die Kinderbetreuung den größten Posten aus. „Eigentlich sind wir ein großer Kindergarten mit angehängtem Rathaus“, sagte Schelle. 

Kaum war dann ein Foto von der Brücke am Kapellensteig auf der Leinwand zu sehen, lachten die Zuhörer. Seit Monaten soll die neue Brücke eigentlich stehen, doch es kam immer wieder zu Verzögerungen von Seiten des Staatlichen Straßenbauamts und dessen Zulieferern. „Jetzt liegt die Brücke neben der M11, die Stahlkonstruktion ist abgenommen und die Zimmerer arbeiten am Holzdach, also ist ein baldiges Ende in Sicht.“ 

Beim Thema „Asyl“ sagte Schelle, Oberhaching habe seine Quote erfüllt und die Unterbringung der Menschen in kleinen Wohneinheiten, verteilt über das Gemeindegebiet, habe sich gut bewährt. Von den 190 Flüchtlingen im Ort haben 60 einen Arbeitsvertrag, 52 einen Ausbildungsvertrag, besuchen die Schule, bereiten sich auf eine Ausbildung vor oder sind ehrenamtlich tätig, und rund 80 machen Integrationskurse. 

Zuhörer Heinz Huber regte an, dass sich die Gemeinde stärker darum bemühen sollte, Grundstücke zu erwerben, um Einheimischen-Projekte umzusetzen. Schelle sagte, derzeit werde an zwei solcher Modellen gebaut, eines mit Mietwohnungen an der Kyberg Straße und eines mit Doppelhäusern, Reihenhäusern und Wohnungen am Forstweg, das sich an Käufer wendet. Für die Grundstücke sei rechtlich nur ein Abschlag von 50 Prozent für Einheimische möglich. 

Zwar könne man landwirtschaftliche Flächen kaufen und Baugebiete ausweisen, wie Huber vorschlug, doch müsse dann parallel die nötige Infrastruktur geschaffen werden mit Kindergartenplätzen, Schulen und Straßen. Schon jetzt sei es aber schwierig, Personal für die Kinderbetreuung zu finden, da Wohnraum sehr knapp ist. „Ein wichtiger Baustein ist die neue Wohnanlage mit 15 Mietwohnungen für Mitarbeiter, die seit September bezugsfertig ist“, sagte Schelle. 

Ein wichtiges Thema in Oberhaching ist zudem die Verkehrssituation. Während der Bürgermeister generell deutlich mahnte, sich an die Parkregeln zu halten, sprach Andrea Griebl die Situation an der Linienstraße an. Mitarbeiter einer Firma parkten dort regelmäßig die Kurve zu, selbst am Wochenende, sagte sie. Schelle versprach, die Verwaltung werde Kontakt aufnehmen mit dem entsprechenden Unternehmen. 

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