Die Ortsdurchfahrt in Oberbiberg.
+
Löcher in der Fahrbahn und kaum Platz für Fußgänger: Bald soll die Oberbiberg Ortsdurchfahrt anders aussehen.

Ein Gehweg und eine bessere Fahrbahn

Ortsdurchfahrt von Oberbiberg wird saniert und umgestaltet

  • Birgit Davies
    vonBirgit Davies
    schließen

Lange haben die Oberbiberger darauf gewartet, im nächsten Frühling soll es nun losgehen: Dann starten die Bauarbeiten zur Umgestaltung und Sanierung der Ortsdurchfahrt.

  • Mit dem Zustand ihrer Ortsdurchfahrt hadern viele Oberbiberger.
  • Jetzt will die Gemeinde handeln.
  • Ab Frühjahr wird saniert - und sogar noch mehr.

Einstimmig befürwortete der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Planungen. Das Ziel: Fußgänger und Radler sollen sicherer durch den Ort kommen, gleichzeitig sollen sich Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h halten. Gleich an der südlichen Ortseinfahrt wird auf der rechten Seite ein Gehweg entstehen. Der dazu nötige Platz wird geschaffen, indem die Fahrbahn leicht ins Grün auf der anderen Straßenseite verschoben wird. Fußgänger können von dort aus direkt um die Kirche und bis zum Gasthof Kandler marschieren. Der Gehweg führt dann bis zur Einmündung in die Zugspitzstraße.

Radler müssen weiterhin kreuzen

Auf der linken Straßenseite startet ein Gehweg ab dem Pfaffensteig und führt bis zum ehemaligen Feuerwehrhäuschen. Die dortige Bushaltestelle wird einen Unterstand für Fahrgäste erhalten, ebenso das Bushäuschen gegenüber. Weil die Ortsdurchfahrt nicht breit genug ist, kann man laut Planer keinen zusätzlicher Radweg bauen. Zudem bleibt es bei der Tatsache, dass Radler bei der südlichen Einfahrt nach Oberbiberg kreuzen müssen, um auf den dort liegenden Radweg zu kommen, der bis nach Oberhaching führt.

Halbe Million Euro für Gehwege

Johannes Ertl (WGO) regte an, die Kreuzungsmöglichkeit schräger zu gestalten, damit die Radfahrer diese bequemer nutzen können. Martin Schmid (CSU) warnte davor, da nach seiner Meinung auf diese Weise die Radler schneller fahren und leichter ein Auto übersehen. Auf Nachfrage, ob man beispielsweise mit einer Querungshilfe oder Bedarfsampel die Sicherheit von Fußgängern erhöhen könnte, die die Straßenseite wechseln wollen, berichtete die Verwaltung, dass das staatliche Straßenbauamt bei 4000 bis 4500 Fahrzeugen, die dort täglich unterwegs sind, eine solche Möglichkeit nicht in Betracht zieht. Die geschätzten Kosten in Höhe von rund 1 Million Euro für die Erneuerung der Straße trägt das Straßenbauamt, die Gemeinde übernimmt für rund 500 000 Euro den Bau der Gehwege. Während der Bauzeit, die bis in den Herbst andauern wird, ist die Straße komplett gesperrt und der Verkehr wird weiträumig umgeleitet.   BIRGIT DAVIES

Auch interessant

Kommentare