Vier Gemeinden im Südlandkreis werden aktiv

Zügig von der Isar bis ins Oberland

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Landkreis – Zwei mögliche Routen stehen für den Radschnellweg nach Garching und Unterschleißheim zur Disposition. Wohl im Frühjahr wird der Landkreis eine Entscheidung fällen und mit den Vorbereitungen beginnen. Parallel zu der als Pilotprojekt ausgewählten Strecke in den Norden schreiten auch die Pläne für einen Radschnellweg im Süden voran. Die Gemeinden Sauerlach, Taufkirchen, Ober- und Unterhaching nahmen die Sache selbst in die Hand.

Insgesamt 14 Trassen für Radschnellwege hat der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) im Mai 2015 ausgearbeitet (wir berichteten). Inklusive Querverbindungen sind es sogar 17.

Nach aktuellem Stand der Planungen soll die Trasse im Süden von der Isar, Höhe Großhesseloher Brücke, in Grünwald durch den Perlacher beziehungsweise Grünwalder Staatsforst an der Bahn entlang, über Oberhaching nach Sauerlach und weiter bis ins Oberland führen, wo sie bei Otterfing (Kreis Miesbach) endet. Querverbindungen, so genannte Tangentialen, stoßen von Unterhaching und Taufkirchen auf diese Trasse.

In Planung ist auch eine Anbindung an die U-Bahn-Station Mangfallplatz. Der Planungsverband hatte einen Teil der Strecke als Variante 9a aufgenommen. Die Trasse soll weitestgehend asphaltiert werden und zwischen 3,50 und 4 Metern breit sein. Wie das vom Landratsamt beauftragte Planungsbüro Kaulen durchblicken ließ, ist die Planung relativ weit gediehen. Da die interkommunale Verbindung nach Möglichkeit über bestehende Wege geführt werden soll, sei eine Umsetzung mit vergleichsweise wenig Aufwand möglich. Von „positiven Gesprächen“ mit wichtigen Beteiligten wie Bahn und Staatsforsten berichtetete der Vertreter der Planungsbüros.

Die Kreisräte beauftragten das Landratsamt, die Gemeinden diesbezüglich zu unterstützen. Demnächst wird die Verwaltung in Verhandlungen mit Grundstückseignern treten. Zu klären sind außerdem Fragen des Wegeunterhalts. Noch in diesem Monat soll der Auftrag für einen Planungsentwurf mit Kostenberechnung vergeben werden.

Seit Anfang August liegt dem Landratsamt ein Antrag der Grünen vor, der fordert, staatliche Zuschüsse zu beantragen. Im Sommer hatte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks 30 Millionen Euro für Radschnellwege versprochen. Inzwischen ist noch von 25 Millionen Euro die Rede. Gleichwie, da Radschnellwege gerade bundesweit geplant und umgesetzt werden, ist der Kreis nach Ansicht der Grünen gut beraten, zeitnah die Fördertöpfe anzuzapfen.

Andreas Sachse

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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