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Ziel des Spotts: Martin Bachhuber (grünes Trikot).

Üble Beleidigungen: Martin Bachhuber erstattet Anzeige

Spottlied über FC Deisenhofen landet bei Polizei

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Deisenhofen – Üble Beleidigungen und viel Spott: Ein Lied kursiert in Fußballkreisen. Thema: die Disqualifikation des FC Deisenhofen bei den Kreismeisterschaften. Der Rap-Song trägt die Handschrift vom Nutznießer FC Penzberg - und beschäftigt jetzt die Polizei.

Der Fußballer Martin Bachhuber wehrt sich gegen einen Rap-Song, in dem er übel beschimpft wird. Das Lied, das wohl aus den Reihen des FC Penzberg stammt, zieht inzwischen Kreise. Wegen des diffamierenden Inhalts hat der 28-jährige Bachhuber Strafanzeige bei der Polizei gestellt. 

Bei der Futsal-Hallenmeisterschaft in Hallbergmoos wurde eine Audiodatei verbreitet. In dem Musik-Beitrag geht es auch um den FC Deisenhofen, der wegen eines nicht zulässigen Einsatzes des Spielers Martin Bachhuber bei den Zugspitz-Kreismeisterschaften in Fürstenfeldbruck disqualifiziert worden war. Penzberg war für Deisenhofen dafür zur oberbayerischen Meisterschaft nachgerutscht. 

Die Penzberger spotten nun über den FC Deisenhofen, dass dieser „sich selbst ins Aus geschossen“ habe und es „mit unfairen Mitteln ins Finale schaffen“ wollte. 

Stein des Anstoßes in dem Song war eine üble Diffamierung gegen Bachhuber in Fäkalsprache. Als der 28-Jährige zur Polizei ging, war die Datei bereits im Umlauf.  Selbst ein Polizeibeamter vor Ort hatte das Lied schon auf seinem Handy zugespielt bekommen. „Das geht auf die persönliche Schiene. Aus meiner Sicht ist das unterstes Niveau“, sagt Bachhuber. 

Richtig sauer war man in Deisenhofen. „Wir haben Martin Bachhuber unsere volle Rückendeckung gegeben. Ich frage mich, was das soll? Weitere Kommentare erspare ich mir, weil das unterste Schublade ist“, sagte Deisenhofens Team-Manager Franz Perneker. 

Auch Zugspitz-Kreisvorsitzender Heinz Eckl verfasste eine verärgerte Mail an die Penzberger Verantwortlichen. „Ich habe Penzberg geschrieben, dass es so nicht geht. Man muss nach den Vorfällen nicht noch Öl ins Feuer gießen und Beleidigungen in Umlauf setzen. Das ist völlig unangebracht“, sagte Eckl, der bis dato noch keine Antwort bekam. 

Zu den unschönen Lied-Inhalten gab sich Penzbergs Sportlicher Leiter Josef Siegert unwissend und entschuldigend. „Ich wusste, dass es ein Lied gibt. Ich habe den Inhalt aber nicht gekannt. Sonst hätten wir von verantwortlicher Seite vorher reagiert. Ich möchte mich hiermit offiziell bei Deisenhofen entschuldigen. Penzberg hat nichts gegen Deisenhofen.“ Siegert, der von einer „Privat-Fehde“ ausgeht und eine Besprechung mit Mannschaft und Verantwortlichen einberief, kündigte an: „Das wird vereinsinterne Konsequenzen haben.“ 

Bachhuber zeigt für das Lied kein Verständnis. Wegen seines Verstoßes zeigt er sich hingegen reumütig. Er habe aus Unwissenheit gehandelt und der Mannschaft seine Abmeldung vor seinem ersten Einsatz im Halbfinale des Kreisfinales nicht mitgeteilt. Er habe gedacht, dass sein Zusatzspielrecht für Deisenhofen nach seiner Abmeldung beim TuS Geretsried zum Jahresende weiterhin gelte. „Die Passgeschichte nehme ich auf meine Kappe. Das tut mir leid für die Mannschaft und den Verein."

Robert M. Frank

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