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Kirchlicher Segen für Ross und Reiter. Die Schaulustigen drängen sich am Kirchplatz und schauen bei der Zeremonie zu.

Stephaniritt am Zweiten Weihnachtsfeiertag

Mit Silberglöckchen um den Kirchplatz

Das Schnauben der Rösser und Geklapper von Hufeisen auf dem Kopfsteinpflaster am Kirchplatz begleiten den Stephaniritt am Zweiten Weihnachtsfeiertag, wenn Ross und Reiter zum kirchlichen Segen um 14 Uhr vor die Kirche von St. Stephan traben.

Oberhaching – Mit klingenden Silberglöckchen am frisch polierten Zaumzeug, Tannenzweiglein und Blumen, die in die kunstvoll geflochtenen Mähnen und Schweife gesteckt sind, ziehen die Pferde und Fuhrwerke dreimal in weitem Bogen rund um den historischen Kirchplatz. Zum 40sten Mal in Folge können die Oberhachinger in diesem Jahr den festlichen Ritt miterleben. „Am wichtigsten ist natürlich die Sicherheit der Teilnehmer, aber bis heute mussten wir selbst bei Sturm den Stephaniritt nicht absagen“, berichtete Florian Schelle, Erster Vorstand und Mitbegründer des Stephanivereins, die sich jedes Weihnachten um die Organisation des Ritts kümmern.

Lebhaft erinnert er sich an Sturmtief Lothar, das 1999 in Bayern am Zweiten Weihnachtsfeiertag wütete. „Aber wir hatten Glück, der Sturm war zu diesem Zeitpunkt nicht zu heftig, und wir konnten den Stephaniritt durchführen.“ Er freut sich, dass „die Mitglieder im Verein engagiert sind und jeder den anderen unterstützt.“ „Es ist eine wirklich schöne Gemeinschaft, bei der neben der gemeinsamen Arbeit auch viel Spaß gemacht wird.“

Nicht nur Kaltblüter, Warmblüter und Ponys zeigen sich liebevoll geschmückt, auch viele zum Teil historische Fuhrwerke sind mit Girlanden und Tannenzweigen herausgeputzt. Natürlich fehlt nicht auf einem Fuhrwerk die Darstellung der Heiligen Familie mit Krippe, ebenso wenig wie die Kirchen Oberhachings, die in Miniatur auf den Fuhrwerken zu sehen sind. Vorneweg die Kirche St. Stephan, die denselben Namenspatron hat wie das Fest. Außerdem präsentieren sich im schönsten Festgewand die Trachtenvereine „D’Gleißentaler“ aus Oberhaching und die „Hachinger Taler“ aus Unterhaching, der Schützenverein, die Jäger mit Geweih am Wagen, die Burschenvereine sowie viele private Kutschen und Reiter, die den Segen für das nächste Jahr erbitten. Und wer von den begeisterten Zuschauern ein Festzeichen erwirbt, unterstützt den Verein in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Birgit Davies

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