Vor fünf Jahren ist die Oberhachinger VHS frohen Mutes in die Räume im Gewerbegebiet eingezogen (Leiterin Carmen Schmid), nun gab es die Kündigung. Birgit Davies

Vermieter kündigt Vertrag

Vermieter kündigt VHS

„Die Kündigung kam letzte Woche völlig unerwartet.“ Manuela Kanoldt, Vorsitzende der Oberhachinger VHS, ist überrascht. Erst vor fünf Jahren zog die VHS in die neuen Räumlichkeiten in der Raiffeisenallee 3 im Gewerbegebiet ein, nachdem die vorherigen Kursräume in der Grundschule Deisenhofen für die stetig wachsende Mittagsbetreuung benötigt wurden.

Oberhaching– Mittlerweile sind der EDV-Raum, die drei Sprachräume und der große Lehrraum ansprechend eingerichtet und im Keller des Gebäudes konnte sogar ein Bewegungsraum hergerichtet werden. „Wir haben erst vor kurzem das Foyer neu gestaltet, damit die Teilnehmer sich dort vor und nach den Kursen noch etwas Zeit für Gespräche in nettem Ambiente nehmen können“, berichtete Michaela Feulner, Fachbereichsleitung für Kunst, Kultur und Kinder. Nach dem letzten Umzug büßte man zunächst deutlich bei den Zahlen der Kursteilnehmer ein. „Jetzt haben sich endlich alle an den Standort gewöhnt. Wir liegen wieder bei 6000 Teilnehmern pro Jahr, und nun das“, seufzte Feulner. Kurse im Gewerbegebiet anzubieten, war von Beginn an nicht ideal, da die Räume trotz der Bushaltestelle direkt nebenan nicht so leicht zu erreichen waren wie vorher in der Schule.

Doch sollte das eigentlich sowieso eine Übergangslösung sein, bis die VHS ihr eigenes Gebäude, das beim alten Heizwerk im Ortszentrum geplant ist, beziehen kann. Die Baumaßnahme wurde bisher zweimal aufgrund der Haushaltslage verschoben, und so richtete man sich im Gewerbegebiet häuslich ein. Jetzt aber plant der Eigentümer einen vollständigen Umbau und hat daher gekündigt.

Bis zum 1. Oktober muss die VHS Zeit eine neue Heimat finden. Alle laufenden Kurse finden weiter statt. Die Mitarbeiter müssen das neue Programm für den Herbst/Winter planen, ohne zu wissen, ob es mit den Räumlichkeiten entsprechend funktioniert, und parallel den Umzug meistern. „Zum Glück sind wir nicht allein gelassen und erhalten Unterstützung von der Gemeinde“, sagte Kanoldt. Erste Besichtigungen neuer Objekte sind schon geplant. „Natürlich hoffen wir, etwas Schönes zu finden, und dass die Teilnehmer uns treu bleiben.“ 

Birgit Davies

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