Bürgermeister Stefan Schelle (r.) bei der Fundsachenversteigerung in Oberhaching
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Mitten in der Verhandlung: Bürgermeister Stefan Schelle (r.) gab sein Bestes, die Räder an den Mann oder die Frau zu bringen.

Gemeinde versteigert Fundsachen auf Oberhachinger Marktplatz

Nach Corona-Pause: Das kam bei Versteigerung in Oberhaching unter den Hammer

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Vom Mountainbike bis zum Harry-Potter-Zauberstab: Die erste Versteigerung von Fundsachen in Oberhaching nach Corona war ein voller Erfolg.

Oberhaching – Mitten auf dem Marktplatz in Oberhaching zwischen Antipasti- und Wurstständen stehen etwa 20 Fahrräder in einer Reihe aufgestellt. Ein rot-weißes Absperrband trennt sie von den Schaulustigen ab, die zur Versteigerung von Fundsachen der Gemeinde gekommen sind. Coronabedingt die erste in diesem Jahr.

Fast mehr Interessenten als Fahrräder

„Jetzt haben wir ja mehr Interessenten als Radl“, scherzte Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) zu Beginn der Veranstaltung. Im Gepäck hatte er die unterschiedlichsten Varianten, von einen schicken Citybike über ein bequemes Hollandrand bis hin zum modernem Mountainbike, auch für die Kleinen war etwas dabei. Alles Räder, die im Gemeindegebiet im Laufe der Zeit gefunden worden sind. „Normalerweise findet die Versteigerung immer zwei Mal im Jahr statt“, sagte Schelle. Doch im Frühjahr hat das Coronavirus den ursprünglichen Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Umso mehr freuten sich die Bürger, dass die Veranstaltung nun im Spätsommer doch noch stattfinden konnte.

Bis zu 130 Euro waren die Fahrräder den Bietenden wert. Der gesamte Gewinn ging an die Nachbarschaftshilfe Oberhaching. Am meisten Geld gab ein Bürger für ein rotes Damenrad in einem einwandfreien Zustand aus. Denn nicht alle Räder waren in Topform. Platte Reifen, ein verbogenes Schutzblech oder eine herausgesprungene Kette waren die Folgen der Monate am Bahnhof oder an der Bushaltestelle. Deshalb gingen einige Räder nur für das Mindestgebot von fünf Euro weg. Ein halbes Dutzend nahm die Gemeinde, trotz des Verhandlungsgeschicks des Bürgermeisters, wieder mit nach Hause. „Die Fahrräder werden jetzt erst einmal bis zur nächsten Versteigerung repariert“, sagte Schelle.

Außerdem: Schmuck, Jacken, Taschen und Regenschirme

Besonders stolz war der Oberhachinger David Kästner auf seine Errungenschaft. Für 45 Euro hat er ein hellblaues Hollandrad mit breitem Lenker und beigen Rädern ergattert. „Es hat mir einfach gefallen“, sagte er. „Das Rad sieht super nostalgisch aus.“

Neben Fahrrädern versteigerte die Gemeinde auch gefundene Schmuckstücke, Winterjacken, Sporttaschen und Regenschirme. Der Höhepunkt war jedoch „der original Zauberstab von Harry Potter“, wie Schelle einen dünnen schwarzen Stock anpries. Für 13 Euro bekam ihn ein kleines Mädchen. In einer knappen halben Stunde waren fast alle Dinge versteigert. „Im Frühjahr sehen wir uns hoffentlich wieder, mit oder ohne Maske“, verabschiedete sich Schelle von den Gästen.

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