Die Baufläche für den Schulcampus in Oberhaching in Nachbarschaft zu Kirche und Grundschule, am S-Bahnhof Deisenhofen
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Hier soll der Campus entstehen: in Nachbarschaft zu Kirche und Grundschule, am S-Bahnhof Deisenhofen.

Online-Infoveranstaltung zur neuen Schule

Vorläuferklassen für Oberhachinger Realschule geplant

  • Birgit Davies
    vonBirgit Davies
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Die künftige Realschule in Oberhaching wirft ihre Schatten voraus. Bei einem Informationsabend erläuterte Bürgermeister Stefan Schelle das weitere Vorgehen.

Bereits im Schuljahr 2022/23 sollen die ersten Vorläuferklassen der zukünftigen Realschule auf dem Gelände des Schulcampus am S-Bahnhof Deisenhofen in Pavillons unterrichtet werden. Dies berichtete Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle jetzt bei einer Online-Infoveranstaltung rund 80 interessierten Eltern. Wie er erklärte, hat das Bayerische Staatsministerium zugestimmt und die Kosten werden vom Landkreis getragen.

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde von einigen Eltern der Wunsch an die Gemeinde herangetragen, die Vorläuferklassen schon im nächsten Schuljahr 2021/22 zu starten. Wie der Bürgermeister berichtete, ist der Vorlauf, um die entsprechenden Genehmigungen zu erhalten und auch die Pavillons aufzustellen, zu kurz. Es bestünde jedoch die Möglichkeit, dass die Realschulen Taufkirchen und Holzkirchen, wohin die Schüler dieses Jahrgangs gehen könnten, bereits dort eigene Klassen bilden, die dann im darauffolgenden Jahr nach Deisenhofen in die Pavillons umziehen.

Gerald Faißt, Schulleiter der Realschule Taufkirchen, betonte in der Online-Veranstaltung, dass dies jedoch von den Schülerzahlen abhängig sei. „Es müssen ausreichend Schüler angemeldet werden, um später die Differenzierung möglich zu machen.“ Denn ab der 7. Klasse müssen jeweils ein mathematischer Zweig, ein Wirtschaftszweig sowie ein sprachlicher Zweig angeboten werden. Auf Nachfrage, ob nicht auch der soziale oder musische Zweig möglich wären, erklärte er, dass es vonseiten des Kultusministeriums vorgeschrieben ist, zunächst die drei ersten Zweige zu bilden und erst danach sind die anderen möglich. Letztlich bräuchte man mindestens 56 Schüler, je 14 pro Zweig in der 7. Klasse, um eigene Klassen inklusive eines sozialen oder musischen Zweigs für Oberhachinger Kinder zu bilden. Natürlich können auch Schüler aus Taufkirchen dann später nach Oberhaching wechseln. „Es ist aber schwierig zu prognostizieren, wie viele Kinder schließlich in die Pavillons auf dem Campus gehen wollen.“ Auf Nachfrage, ob man nicht bereits bei der Einschreibung im Mai dies abfragen könnte, sagte er, dass das keine Sicherheit bezüglich der Zahlen bringen würde, da die Eltern in jedem Fall frei entscheiden können. Eine Entscheidung könnte wohl erst in den Sommerferien fallen.

Schelle meinte, dass die Pavillons nahe der Grundschule situiert werden würden, sodass die Schüler den Pausenhof der Grundschule sowie die Sporthalle nutzen können. Auf die Frage, ob Ganztagsbetreuung dort angeboten wird, sagte er, dass eine komplette Betreuung nicht angedacht ist, sehr wohl aber Ganztags-Angebote, beispielsweise durch örtliche Vereine entstehen können. Der Startschuss im neuen Schulgebäude soll 2025/26 fallen, wo dann 5., 6., 7. und 8. Klassen vertreten sein werden.

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