Frau stundenlang gefesselt, geschlagen und gewürgt: SEK-Einsatz in Kirchheim

Frau stundenlang gefesselt, geschlagen und gewürgt: SEK-Einsatz in Kirchheim
+
Für jeden Spaß zu haben: Die Gesundheit!Clowns Renate Hengstenberger (r.) und Christiane Schmidbauer.  

Unterwegs in Altenheimen und Schulen

Zwei Clowns für die Gesundheit

Spaß ja, Klamauk nein: Die beiden Gesundheit!Clowns sind nicht nur zum Spaß unterwegs. Sie wollen helfen.

Oberhaching – Sie zaubern Kindern, alten und kranken Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Als Gesundheit! Clowns besuchen Renate Hengstenberger (Fürstenfeldbruck) und Christiane Schmidbauer aus Oberhaching Altenheime, Kindergärten und Schulen. Ihre Mission: Die Menschen mitreißen, raus aus ihrer Welt und Lethargie.

Knusper-Lieschen und Frieda-Keks sind wieder auf Tour. Mit ihren bunten Latzhosen und roten Nasen laufen sie in einem Pflegeheim von Zimmer zu Zimmer. Die Menschen freuen sich über den Besuch. Die einen reagieren mehr und lassen sich vom Lachen anstecken. Die anderen können nicht mehr recht mitmachen. Doch sie spüren die Anwesenheit der Clowns trotzdem – durch einen Stupser, ein Lied oder ein Grinsen. Schon kleine Dinge reichen, um die Menschen in die Welt der „Gesundheit! Clowns“ zu holen.

Knusper-Lieschen und Frieda-Keks, das sind Christiane Schmidbauer und Renate Hengstenberger. Kennengelernt haben sie sich an der Tamala-Akademie Konstanz, wo sie zwei Jahre berufsbegleitend alles über den Clown-Beruf gelernt haben. Spaßvögel für Kindergeburtstage sind sie keine: Darauf legen die Oberhachingerin und die Bruckerin wert. Vielmehr besuchen sie ehrenamtlich Krankenhäuser, Alten- und Behindertenheime, Kindergärten und Schulen – wie die KlinikClowns auch. Spezialisiert haben sich die beiden auf alte und demenzkranke Menschen. „Wir wollen sie eine Stunde aus dem grauen Alltag herausholen“, erzählt Renate Hengstenberger. Denn gerade demente Menschen nehmen ihr Umfeld kaum mehr wahr. Doch eine Berührung, eine Umarmung, ein Lächeln, das reicht oft, um eine Reaktion zu bekommen. Bei Demenzpatienten genauso wie bei Menschen mit Downsyndrom.

Hengstenberger wollte schon immer als Clown arbeiten, am liebsten auf einer Kinderkrebsstation. In Praktika hat sie das während ihrer Ausbildung erlebt. „Das ist ganz schön hart.“ Wie sie mit schweren Momenten umgeht, hat sie aber gelernt. Denn vieles lässt einen nicht kalt. „Es bedarf dann Ruhe, man darf nicht viel mitnehmen.“ Doch jedes Lächeln der Patienten entschädigt umso mehr. Noch mehr gefallen hat ihr die Arbeit mit den Senioren und Menschen mit Handicap.

Mehrfach waren Knusper-Lieschen und Frieda-Keks schon in der Schweiz in Heimen; die Tanznachmittage mit Alleinunterhalter kommen sehr gut an. „Plötzlich singen die Menschen mit.“ Oder sie wippen beim Sitztanz auf und ab. „Dort habe ich eine alte Frau kennengelernt, mit der ich seitdem eine Brieffreundschaft pflege“, erzählt Hengstenberger. Die 45-Jährige arbeitet im Brucker „Wohnen mit Perspektive“ der Stiftung Kinderhilfe. Sie begleitet die Rentner, ehemalige Mitarbeiter der Caritas-Werkstatt für Behinderte, im Alltag. „Die Ausbildung hilft mir bei der Arbeit“, erzählt die zweifache Mutter.

Apropos Mutter: Ihre beiden Kinder waren anfangs gar nicht begeistert, als Hengstenberger die Ausbildung begann. Die Mama als Clown, das konnten sie sich gar nicht vorstellen. Erst als sie merkten, was ihre Mutter wirklich macht, fanden sie es gut. Neben der Arbeit in den Heimen sind die zwei Clowns auch in Schulen und Kindergärten unterwegs. Sie orientieren sich mit ihren Auftritten am Lehrplan, etwa wenn es um das Thema Freundschaft geht. Hier tritt Christiane Schmidbauer als freie Geschichtenerzählerin in den Vordergrund. So lernen die Kinder etwas – bei allem Spaß mit den Clowns.


Kontakt zu den Clowns

gibt es über Renate Hengstenberger unter Telefon 01 79/ 5 32 87 01.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Frau stundenlang gefesselt, geschlagen und gewürgt: SEK-Einsatz in Kirchheim
In Kirchheim bei München kam es zu einem größeren Polizeieinsatz. Auch ein Sondereinsatzkommando wurde gerufen.
Frau stundenlang gefesselt, geschlagen und gewürgt: SEK-Einsatz in Kirchheim
Feldkirchen: Motorradfahrerin verletzt
Der Autofahrer bremst ohne Grund, die Motorradfahrerin fährt auf. So passiert auf der M1 in Feldkirchen. Und vermutlich, weil der Fahrer seinen Wagen nicht richtig …
Feldkirchen: Motorradfahrerin verletzt
Haar: Fahrer muss Lieferwagen stehen lassen
Der Führerschein ist gültig, trotzdem verbietet die Polizei die Weiterfahrt. So passiert im Haarer Jagdfeldzentrum.
Haar: Fahrer muss Lieferwagen stehen lassen
Landkreis: Motorradfahrer schwer verletzt - Polizei sucht Zeugen
Richtig übel: Ein Autofahrer bremst auf der A92 einen Motorradfahrer aus. Und haut einfach ab.
Landkreis: Motorradfahrer schwer verletzt - Polizei sucht Zeugen

Kommentare