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Thema „Bewegung und Ernährung“ von Interesse: (v.l.) der Zweite Bürgermeister Johannes Ertl, Referent Dr. Martin Hofmeister, die Leiterin der Nachbarschaftshilfe Sabine Mühlbauer sowie der Vorstand der Alzheimer Gesellschaft München Landkreis Jürgen Hoerner.

Aktionstag im Forstnersaal

Überliste den Schweinehund

Oberhaching - Ein Theaterstück und eine Tanzaufführung von Schülergruppen des Gymnasiums sowie der Mittel- und Wirtschaftsschule, Infostände rund ums Thema Älterwerden und ein Vortrag über die „Macht der Gewohnheit“ erwarteten die Oberhachinger beim Aktionstag „Bewegung und Ernährung“. Die Gemeinde hatte das Projekt zusammen mit dem Arbeitskreis Soziales und Senioren auf die Beine gestellt. Doch nur wenige Oberhachinger fanden den Weg in den Bürgersaal Forstner.

„Es ist wirklich schade, dass so wenige Leute gekommen sind“, sagte Sabine Mühlbauer, Leiterin der Nachbarschaftshilfe Oberhaching . „Es ist doch eine sehr informative Veranstaltung mit einem tollen Rahmenprogramm.“ So recht kann sich keiner der Organisatoren erklären, warum die Resonanz auf den Aktionstag diesmal so schwach ausfiel. Doch diejenigen, die kamen, nutzten die Chance zu Gesprächen mit Fachleuten – sei es über Wohnraumanpassung, gesunde Ernährung oder Unterstützung im Haushalt.

Applaus gab es auch für das Mitmach-Programm „Atemschule“, bei dem VHS-Kursleiterin Katharina Meinecke mit kleinen Übungen zeigte, was der Atem bewegen kann. Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag „Die Macht der Gewohnheit oder wie Sie den inneren Schweinehund überlisten!“ von Martin Hofmeister von der Verbraucherzentrale Bayern. Wie der Ernährungswissenschaftler gegenüber den rund 25 Zuhörern betonte, ist der erste Schritt aus der Komfortzone entscheidend. „Sie müssen selbst eine Veränderung wollen, dann heißt es, konkrete Pläne zu schmieden, damit der Vorsatz auch umgesetzt werden kann.“ 

Gewohnheiten lassen sich nach seinen Worten nur mit großer innerer Anstrengung ändern, da sie tief im Gehirn verankert sind. „Daher sollte man sich als Erstes klar darüber werden, in welchen Situationen wir bestimmte Dinge tun und bewusst dagegen angehen.“ Das können die Chips am Abend vor dem Fernseher sein, die man mit Gemüsesticks ersetzt. „Leider braucht unser Gehirn durchschnittlich acht Wochen, um eine alte Gewohnheit loszulassen. Das ist mühsam, aber der Stolz und die Freude, wenn man es geschafft hat, wiegen das auf und fördern das Selbstbewusstsein, weitere Ziele anzugehen“, motivierte er die Zuhörer.

Zentral ist es nach seinen Worten, sich nicht zu überfordern, da auch kleine Veränderungen bereits Wirkung zeigen und die Gesundheit verbessern. „Das Wichtigste ist, dass Sie sofort beginnen und nichts auf die lange Bank schieben, und vor allem Lust an einem gelingendem Lebensstil entwickeln“, betonte er zum Applaus der Besucher. Birgit Davies

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