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Frühjahrssingen lässt den Winter kalt

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Gründungsmitglieder: Beim Frühjahrssingen ehrt die Kolpingsfamilie Erika und Herbert Forster, Gerhard Hadyk, Erika und Hubert Joseph, Hermann, Leni und Martin Meister, Leni und Thomas Kopf, Dieter Wirth und Elisabeth Pallauf.  Foto: Michalek
Gründungsmitglieder: Beim Frühjahrssingen ehrt die Kolpingsfamilie Erika und Herbert Forster, Gerhard Hadyk, Erika und Hubert Joseph, Hermann, Leni und Martin Meister, Leni und Thomas Kopf, Dieter Wirth und Elisabeth Pallauf. Foto: Michalek

Oberschleißheim - Die Wünsche von Leopold Pai sind bislang nicht in Erfüllung gegangen. Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Oberschleißheim hatte beim Frühjahrssingen gehofft, dass die Musik den „dieses Mal besonders grauen Winter vertreiben und den Frühling anlocken" möge...

Statt dessen hat es wieder geschneit. An den rund 100 Gästen und Musikanten im Pfarrsaal Maria Patrona Bavariae hat es nicht gelegen.

Mit bodenständiger Wirtshausmusik von der Mittenheimer Hausmusi, Akkordeon-Klängen von Herbert Forster, eleganten Stücken von der Fleckerlteppich-Gruppe Saitenspiel und gemütlich bis beschwingten Einlagen der Birkenstoana Stubnmusi sagte das Konzert jeder Winterdepression den Kampf an. Bei Kaffee und Kuchen applaudierten die zuhörer auch kräftig, damit es der ersehnte Frühling auch hört.

Angestimmt wurde auch ein Ständchen für Albert Poitner, der am Konzerttag seinen 70. Geburtstag feierte. Dazu gab es Lob für seine Arbeit bei der Kolpingsfamilie: „Er ist der perfekte Kassier: Er hat ein einnehmendes Wesen und wenn er Vereinsgeld ausgeben soll, bricht ihm fast das Herz“, sagte Leopold Pai.

Breiten Raum nahm ein weiterer Geburtstag ein, denn die Kolpingsfamilie wurde vor 20 Jahren neu gegründet. Die Geschichte ließ Diakon Dieter Wirth Revue passieren. Er hatte vor zwei Jahrzehnten mit Johann Pflamminger die Initiative ergriffen, damit der eigentlich vor 85 Jahren schon bestehende, aber in den 60er Jahren aus nicht bekannten Gründen eingeschlafene Verein wieder gegründet wurde. Am 27. April 1993 wurde die Kolpingsfamilie aus dem Dornröschenschlaf geweckt und bekam bei der Wiedergründung Alois Kopf als Vorsitzenden und Dieter Wirth als Präses. Seitdem ist es ein reges Vereinsleben, das die rund 50 Mitglieder zählende Kolpingsfamilie Oberschleißheim pflegt: Frühjahrs-, Kirchweih- und Adventssingen, Berggottesdienste, Maiandachten, Andachten am eigenen Feldkreuz, Nikolausgehen, Wanderungen, Wochenendfahrten für Kinder und Jugendliche sowie seit 2012 eine Sommerfreizeit im Bayerischen Wald für den Nachwuchs - all das und mehr belebt das Vereinsjahr. Hinzu kommen Benefiz-Aktionen, von denen zum Beispiel Bedürftige in der Slowakei, in Ecuador, in Mexiko, Flüchtlinge des Balkankriegs, die Obdachlosenfürsorge und weitere Organisationen profitierten. mf

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