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Sport, Unterhaltung und eventuell ein Hotel: Es gibt viele Pläne für die Anlage an der Ruderregattastrecke. 

Anpfiff an der Regattastrecke

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Der Ruderregattastrecke in Oberschleißheim wird neues Leben eingehaucht. Demnächst gibt es dort Strandsportarten zu sehen.

Oberschleißheim – Der HSV und Hertha BSC werden künftig im „Munich Beach Resort“ antreten. Neben Beachsoccer und Beachhandball wirbt die Geschäftsführung der „Munich Beach Resort GmbH (mbr)“ mit Spielgolf, dem modernen Minigolf auf Rasen, einer Eisstockbahn im Winter und einem Indoor-Spielparadies für Kinder. Im zweiten Anlauf hat jetzt die Gemeinde Oberschleißheim die Beachsport- und Eventanlage an der Regattastrecke genehmigt. Noch im Juni war der Vorstoß der Geschäftsführung, das „Munich Beach Resort“ zu erweitern und die Anlage im Westen der Gemeinde bebauungsplanrechtlich zu legitimieren, gescheitert. Aufgrund befürchteter Beeinträchtigungen durch Lärm und Verkehr wollten die Gemeinderäte ganz genau wissen, was da draußen geplant ist. Die Verwaltung musste nachsitzen.

Die Gelegenheit, seine „Vision“ persönlich zu präsentieren, hat der Geschäftsführer der „Munich Beach Resort GmbH (mbr)“, Dirk Henrichs, genutzt: Dem Bauausschuss stellte er umfangreiche Erweiterungspläne vor. Das Investitionsvolumen reicht an sechs Millionen Euro heran. Kritikern garantierte er, dass Veranstaltungen nicht über Mitternacht hinaus dauern sollen. Publikums-intensive Events mit mehr als 1000 Gästen, wie das Festival „Isle of Summer“, bedürfen einer gesonderten Genehmigung. Bei Veranstaltungen mit lauter Musik würden die Boxen künftig mit Limitern versehen. Ab einer bestimmten Lautstärke ist Schluss.

Bis auf Peter Benthues (CSU), der sich seit Jahren gegen das „Munich Beach Resort“ zur Wehr setzt, gefiel dem Ausschuss, was Henrichs sagte. Schon heute lockt die größte Beachsport- und Eventanlage der Region mit sechs multifunktionalen Sandplätzen für Beachvolleyball, Beachsoccer, Beachtennis oder Beachhandball. Auf Liegestühlen entspannt der Gast bei karibischen Cocktails.

Henrichs Problem ist das Wetter. Aus dem Grund will er Beach-Sport auch in der Halle anbieten, plant den Kauf der beiden Tennishallen der einstigen Akademie von Niki Pilic. Gern würde er eine dritte Halle bauen, um Hallenfußball und ein Kinderspielparadies anzubieten. Vorgesehen sind zudem ein Fitnessstudio und eine Mensa. „Profitieren würden davon auch Sportler von der Ruderregattaanlage.“

Auch in Zukunft wird Henrichs auf Firmen-Events setzen. Unternehmen wie BMW entspannen im Resort. Es werden Hochzeiten und Geburtstagsfeiern ausgerichtet. „Ohne diese Angebote wären Sport-Events nicht zu finanzieren.“

Als ein Highlight hat sich das Unternehmen die Rechte für den finalen Spieltag der „German Beach Soccer League“ gesichert. Am kommenden Samstag und Sonntag treten im Resort zwar keine Fußball-Bundesliga-Stars vom HSV oder der Hertha an. Dafür die Besten der deutschen Strandfußballer. Darunter der Meister aus Ibbenbüren, der HSV, die Hertha und die Bavaria Beach Bazis.

Henrichs will als Partner der Gemeinde verstanden werden, verspricht, sich an Öffnungszeiten zu halten und für Lärmschutz zu sorgen. Beim jüngsten Festival sei er mit dem Wagen durch den Ort gefahren, um sich zu vergewissern, dass die Musik nicht zu laut sei. „Ich habe nichts gehört.“

Gemeinderat Benthues dagegen schon. Während der Ausschuss um Florian Spirkl (SPD) die Ansicht vertrat, es durchaus aushalten zu können, „wenn es ein-, zweimal im Jahr etwas lauter wird“, vermochten Henrichs Garantien die Bedenken von Benthues nicht zu zerstreuen.  an

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