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Werbung fürs Bruckmann-Areal machen (v.l.)  Projektleiter Andreas Blüml, Walter Klar vom Gewerbeverband, Standortleiterin Katja Rüdiger sowie Eliette Steinbach und Wolf-Dieter Waag vom Gewerbeverband.

10.000 Quadratmeter frei

Bruckmann-Areal: Vier Unternehmen und noch viel Platz

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Es läuft auf dem alten Bruckmann-Areal: Vier Unternehmen siedeln sich an, es gibt Platz für weitere. BMW plant dort was Besonderes.

Oberschleißheim – Unternehmen, die sich künftig auf dem Bruckmann-Areal ansiedeln, sind offenkundig langfristig am Standort Oberschleißheim interessiert. Der Eigentümer des Geländes „Beos“ unterzeichnet ausschließlich Mietverträge mit „zweistelliger Laufzeit“.

Wie der Projekt- und Gewerbeentwickler, die „Beos AG“, bei einer Informationsveranstaltung mit dem Oberschleißheimer Gewerbeverband bekannt gab, sind mittlerweile vier Mietverträge unter Dach und Fach. Neuester Fang ist „designfunktion“, ein bundesweit tätiges Planungs- und Einrichtungshaus mit Zentrale an der Leopoldstraße in München.

„Achtstellige Summe“ investiert

„Beos“ erwarb das mit 26  000 Quadratmetern eher übersichtliche Gewerbegebiet an der Mittenheimer Straße im Juli 2016. In Umbau, Abriss und Sanierung investierte das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin eigenen Angaben zufolge einen achtstelligen Betrag. In welche inhaltliche Richtung sich das Bruckmann-Areal entwickelt, ist aber noch nicht abzusehen. Bislang ist klar, dass der Werkzeug-Großhandel „Würth“, der Automobil-Zulieferer „Tenneco“, BMW und nun „designfunktion“ einziehen. Eine Branchenmischung also. Laut Standort-Leiterin Katja Rüdiger laufen derzeit Gespräche mit weiteren Interessenten aus dem „Produktions- und Lagerbereich“. Zu detaillierteren Angaben war Rüdiger nicht bereit.

Keine Lärmmacher

Die Gemeinde hatte sich ausbedungen, auf lärm- und emissionsintensive Betriebe zu verzichten. Bei der Bürgerversammlung im Herbst 2017 hatte Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) explizit Unternehmen aus dem Logistikbereich ausgeschlossen. Darin bestehe mit der Beos AG Konsens. Mitten im Ort würde eine Spedition nicht nur den Mittenheimern auf dem Magen schlagen. Die früher dort ansässige Druckerei Bruckmann hatte dort jahrelang viel Lärm produziert.

Für diesen achtstelligen Betrag wurde das Gelände inzwischen neu sortiert. Gebäude wie das Hausmeisterhaus und die Technik wurden abgerissen, schadstoff- und asbestverseuchte Böden entsorgt. Ein unzugängliches düsteres Lager hat Beos durch Abgrabungen auf Erdgeschossniveau gehoben, Fenster wurden vergrößert. Entgegen früherer Zeiten wirkt das Gelände heute freundlicher. Bäume wurden gepflanzt, ausreichend Stellplätze geschaffen. 

Mehr Parkplätze als nötig

Als eine Art Geste guten Willens bietet Beos sogar überschüssigen Parkraum in der Nachbarschaft an. „Wir haben noch Platz“, lud Projektleiter Andreas Blüml Interessenten ein, einen Stellplatz zu mieten. Genügend Platz gibt’s auch für weitere Unternehmen. Der Münchner Norden hungert nach Gewerbeflächen. 

Auf dem Bruckmann-Areal sind noch knapp 10 000 Quadratmeter zu haben. Nachdem Würth dieser Tage zur Geschäftseröffnung bat, sollen „Tenneco“ im November und BMW Anfang kommenden Jahres folgen. Das US-Unternehmen „Tenneco“ beliefert unter anderem BMW. 

Der bayerische Automobilkonzern plant auf dem Areal einen Campus der additiven Fertigung von Autoteilen, die als wichtige Zukunftstechnologie gilt. Bestimmte Teile werden im 3D-Druck hergestellt. Neben der Produktion will BMW auf insgesamt 6000 Quadratmetern einen Campus zur weiteren Erforschung dieser Technologie errichten.

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