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Viele Spaziergänger und andere Ausflügler, wie diese Reiter in Schäftlarn, waren am Samstag auf Abstand bedacht. Anderswo musste dagegen die Polizei einschreiten.

Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

Ausflugswetter toppt Corona-Angst: Polizei zeigt „Hampelmänner“ an

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  • Josef Ametsbichler
    Josef Ametsbichler
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Trotz der geltenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zog es am Wochenende viele Menschen im Landkreis München raus in die Sonne. Die Folge: Sie kamen sich zu nahe, die Polizei schritt vielerorts ein.

  • Das Coronavirus hat für strenge Ausgangsbeschränkungen in Bayern gesorgt.
  • Im Landkreis München wurden diese Regeln am Wochenende vielerorts locker genommen.
  • Der Grund dafür könnte das schöne Wetter gewesen sein.

Update, 30. März, 11.45 Uhr: In Oberschleißheim hat eine Familie am Sonntagmittag die Natur genossen. Laut Polizei haben zwei Erwachsene gegen 14.45 Uhr in einem Biotop ein Zelt gegen den Regen für ihr Kind aufgebaut. Dies ist jedoch kein triftiger Grund im Sinne der Ausgangsbeschränkung, meldet die Polizei. Deshalb wurden die beiden Erwachsenen angezeigt.

Erstmeldung vom 29. März, 14.06 Uhr:

Oberschleißheim/Landkreis - Ginge es nicht um die Eindämmung einer Viruspandemie, wäre es ein Vorfall zum Schmunzeln: Eine Vierergruppe Ausflügler zeigte sich am Samstag von Lautsprecherdurchsagen der Polizei unbeeindruckt und sonnte sich auf einem Steg am Ostufer der Regattastrecke Oberschleißheim, wo die Polizei besonders viele Sonnenhungrige beobachtete. 

Als das Quartett auf dem Steg die Beamten näherkommen sah, so berichtet es das Präsidium, wurde den Vieren der Ernst der Lage bewusst: Sie sprangen auf und fingen an, Hampelmänner an Ort und Stelle zu praktizieren, um sportliche Betätigung unter Beweis zu stellen. Half aber nichts: Alle Vier bekamen eine Anzeige, weil sie angesichts des schönen Wetters gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen verstießen und nicht genügend Abstand zueinander hielten.

Ausgangsbeschränkungen in Bayern: "Spazierengehen Ja, Niederlassen Nein!"

"Spazierengehen Ja, Niederlassen Nein!" Auf diese eigentlich einfache Formel bringt auch die Polizeiinspektion Haar die Verhaltensregeln, die seit der Ausgangsbeschränkung als Folge der Corona-Pandemie gelten. Am Heimstettener See gab es am Samstag bei schönstem Frühlingswetter doch zahlreiche Verstöße. Die Polizei musste mehrere Platzverweise erteilen. So hatten es sich ganze Familien auf ausgebreiteten Decken gemütlich gemacht - was nicht gestattet ist. Spazierengehen Ja, Niederlassen Nein. 

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Coronavirus im Landkreis München: Disziplin am Feringasee

Am Feringasee in Unterföhring dagegen war es ruhiger. Am vergangenen Wochenende hatten noch Beamte der Reiterstaffel hinzugezogen werden müssen, um für Ordnung zu sorgen. Diesmal verzeichnete die Polizei Ismaning keine Verstöße.

Ausgangsbeschränkungen wegen Corona: evölkertes Isarufer

Auch die Polizeien von Ottobrunn, Unterhaching und Grünwald mussten übers Wochenende mehrfach wegen verschiedener Verstöße einschreiten. Als beliebte Anlaufpunkte für Ausflügler kristallisierten sich dabei der Landschaftspark Hachinger Tal sowie das Isarufer heraus. Auch dort setzte es Anzeigen.

Coronavirus Landkreis München: Polizei sprengt Gartenpartys nach Nachbar-Beschwerden

Zudem berichtet die Polizei Ottobrunn von mehreren Vorfällen, wo sich Menschen in Privatgärten zu Grillpartys oder anderen Versammlungen verabredet und Nachbarn die Beamten gerufen hatten. „Die meisten Leute sind einsichtig“, so eine Sprecherin. Anzeigen gebe aber trotzdem. „Wir gehen davon aus, dass inzwischen jeder Bescheid weiß, was erlaubt ist und was nicht.

Corona-Effekt nach Ausgangsbeschränkungen: Ruhe auf den Autobahnen

Ein gegensätzliches Bild zu den sonnenhungrigen Massen an Gewässerufern und in Parks bietet sich den für den Landkreis zuständigen Autobahnpolizeien, das ergibt eine Umfrage in den Standorten Hohenbrunn, Holzkirchen und Freising. Das Ergebnis: Trotz nahezu leerer Straßen – Beamte sprechen von rund 60 Fahrzeugen die Stunde etwa auf der A 8 – seien die Fahrer vorschriftsmäßig unterwegs und ließen sich nicht zum Rasen verführen. Ein Beamter vermutet, dass die Ausgangsbeschränkungen Gaudi-Fahrten verhindern. Mit Blick auf die möglichen Strafen sagt er: „Die 150 Euro fahren immer mit.“

In Bayern gelten Ausgangsbeschränkungen. Dennoch ist der Andrang - besonders bei gutem Wetter - von Ausflüglern auf den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen enorm. Einheimische trauen sich deshalb nicht mehr in den Supermarkt.

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