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Publikumsmagnet: Gut 170 Aussteller locken die Besucher in die Parkanlagen rund um die Schleißheimer Schlösser.

Vielfältiges Rahmenprogramm

Design und Genuss am Schloss Schleißheim

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Gut 170 Aussteller lockten auf das Gartenfestival nach Oberschleißheim.  Die Besucher erwarten viele Attraktionen und ein bewegendes Hunde-Schicksal. Die besten Fotos gibt‘s hier.

Oberschleißheim – In den handgemachten Lampen von Karl Reiter (63) steckt viel Arbeit. Bis zu 25 Stunden braucht er pro Stück. Das sieht man ihnen aber auch an. Die Lampen, bis zu 1,20 Meter hoch, bestehen aus massivem Holz, das er mit geschmiedeten Fensterrahmen und edlem Glas verziert. 310 Euro sind der Mühen Lohn, Materialkosten inklusive. „Reich wirst nicht dabei“, sagt Karl Reiter, den seine Frau Christine (60) gern einen Künstler nennt.

Die Reiters sind zwei von gut 170 Ausstellern, die am Osterwochenende den Weg zum Gartenfestival nach Oberschleißheim gefunden haben. Auf der alljährlichen Veranstaltung rund um das Thema Garten wetteiferten Möbelschreiner, Gartenbauer und Künstler bei prachtvollem Wetter um die Gunst des Publikums.

Wer hätte gedacht, dass das Angebot einer Garten-Messe derart vielfältig ist? Dienstleister, Handwerker, Kreative und Gastronomen präsentierten Angebote aus Garten, Wohnen, Design, Genuss und Freizeit. Nunmehr im fünften Jahr, jeweils in Frühjahr und Spätherbst, gastiert das Gartenfestival in den Parkanlagen rund um die Schleißheimer Schlösser.

Erst durch das Rahmenprogramm wird aus der Garten-Messe das Garten-Festival, ein Höhepunkt im alljährlichen Kulturkalender der Gemeinde. Der Spielmannszug der Schleißheimer Schlosspfeiffer begeisterte in historischen Uniformen. „Les Cotillons“ ließen mit ihren Tänzen Barock und Rokoko aufleben. „Klangbagasch“, „Saxfrontal“ und Lutz Konrad mit Gitarre unterhielten live. Vorträge informierten über Wildkräuter und das Geheimnis der Rose. Gondeln nahmen Besucher für einen Kurztrip auf dem Schlosskanal auf. Sie kamen voll auf ihre Kosten. So hüpften auf einmal zwei Kerlchen, vermutlich Männlein und Weiblein, in giftgrünen Kostümen auf Stelzen vorbei. Die beiden gehören zum Stelzentheater „Zebra“, ebenfalls Bestandteil des Rahmenprogramms. Da wurde der Blick frei auf die „Tropfen, die die Welt bewegen“. Dank Mandel, Aloe Vera, Lotus und Jasmin soll das Naturpflegeprodukt, ein Öl, bei Neurodermitis und Schuppenflechte helfen, soll beruhigend wirken und beleben.

Inge (67) und Bert (65) Flor, die beiden Öl-Aussteller, lassen sich seit Jahren keinen Termin in Oberschleißheim entgehen. Heuer sind sie erstmals mit ihrer fünf Monate alten Französischen Bulldogge, Professor Bürstl, da. Sie wohnen die Flors in der Oberpfalz, wo das Leben noch erschwinglich ist. Professor Bürstl war seinerzeit von herzlosen Händlern mit 36 Leidensgenossen in einen Transporter von Ungarn nach Belgien gezwängt und von der Polizei gerettet worden. Inge Flor wird immer noch wütend, wenn sie an die gewissenlosen Schurken denkt.

Mit wahrer Hingabe widmet sich die 67-Jährige auch ihren Figuren aus Ton. Meerjungfrauen, ein Indianer, eine Asiatin. Hübsches Beiwerk schmückt die Figuren. Ein Granitstein, urige Wurzeln. Moose. Für die Accessoires sind zumeist Bert und Professor Bürstl zuständig. Gemeinsam streifen sie durch Wald und Wiesen, sammeln auf, was ihnen zusagt. Die Figuren übrigens taugen auch als Garten-Zierrat. „Bei 1240 Grad gebrannt“, verrät Inge Flor: „Absolut frostfest.“

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