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Bekehrt: Dank der Überzeugungskraft seiner Frau Becci ist Andreas Möltner zum Prinzen geworden. 

Dracula, der Herr über die Proklamation

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Richtig gruselig ging es zu bei der Einführung der Prinzenpaare der „Narrhalla Oberschleißheim“.

Oberschleißheim – Dracula herrschte über die Proklamation der Prinzenpaare der „Narrhalla Oberschleißheim“. Der Grund liegt auf der Hand. Die Kinder-Prinzen, Sarah I. (11) und Ludwig I. (12) waren die Stars in „Hotel Transsilvanien“. Für die Großen, Becci I. (25) und Andy I. (30), standen Szenen aus „Tanz der Vampire“ auf dem Plan.

Eine Proklamation, wie diese hat man selten erlebt. Und es bedurfte schon einer guten Portion Mutes, sich ins Bürgerhaus Oberschleißheim zu wagen, das die „Narrhalla“ kurzerhand in eine Gruft verwandelt hatte. Wer den ersten Schrecken überwand, traf auf Vampire und Gehilfen. Von Anfang an ins Auge stach ein Vampir mit Spitzbart, langem schwarzen Mantel und hochgeschlagenem Kragen. „Ah, endlich Frühstück“, rief die dunkle Gestalt und rieb sich die Hände. Zwei Blondinen hatten sich ins Bürgerhaus gewagt. Eilenden Schrittes näherte sich der lang bezahnte Spitzbart ihnen, unendlich viel Würde ausstrahlend.

Derweil hatten sich die beiden Prinzenpaar in Position gebracht. Auf der Empore über der Gruft, was einst der Festsaal war, stellten sich Sarah Schano und Ludwig Handtke – beide von der Mittelschule in Dachau – sowie Rebecca (Becci) und Andreas (Andy) Möltner der Öffentlichkeit für eine kurze Plauderei. So stellte sich heraus, dass die Damen – ob groß oder klein – auch bei den Vampiren die Hosen anhaben. 

„Schon immer mal Prinzessin sein“ – das wollte Sarah Schano. Und freut sich jetzt über ihren Prinz, Ludwig Handtke.

So verriet Sarah, die mit Ludwig die Schulbank in der 6b der Mittelschule drückt, dass sie schon immer mal Prinzessin werden wollte. Das allein wäre keine Überraschung, nur fehlte ihr bislang der Partner. Seit vier Jahren in der „Narrhalla“, genügten lediglich ein paar begeisterte Worte – und schon war Ludwig mit von der Partie: „Sie hat mir erzählt, wie toll es hier ist. Ich hab’ dann schnell noch meine Mama gefragt.“ Und schon war die Sache geritzt. „Er ist mir zur ,Narrhalla’ gefolgt“, sagt Sarah, als Ludwig gerade nicht zuhört. An der Schule sind beide gut befreundet.

Ganz ähnlich sieht es bei Becci und Andy aus. Mit Fasching hatte der neue Prinz bis dato nichts am Hut. „War einfach nicht mein Ding.“ Seine Frau hat ihn ein paar mal mitgenommen zu Veranstaltungen. Was da an Arbeit hinter steckt. Allein für die Choreografien. Das habe ihn schlichtweg umgehauen. „Ich habe dann zur Becci gesagt, wenn es Dein Wunsch ist, dann machen wir das.“

Unten, in der Gruft, tummelte sich längst das Grusel-Volk. Silhouetten von Fledermäuse an den Wänden, Spinnen auf den Tischen. Neben dem Aufgang zur Bühne drei Grabsteine. Neben Frankenstein ruht recht komfortabel Freddy Krüger, der irre Schlitzer aus „Nightmare“. Als Gag hat jemand einen Zettel auf seinen Grabstein geklebt: „Appartement zu vermieten“. Und: Ein paar Leute haben sich tatsächlich die Telefonnummer abgerissen.  an

Termine

5. Januar: Inthronisation, Bürgerhaus, 20 Uhr, Eintritt: zehn Euro.

20. Januar: Galaball, Bürgerhaus, 20 Uhr, 15 Euro.€

28. Januar: Kinderball, Bürgerhaus, 14 Uhr, Erwachsene drei Euro, Kinder drei Euro.€

8. Februar: Weiberfasching, Bürgerhaus, 20 Uhr, zehn Euro.

11. Februar: Faschingstreiben, Bürgerplatz, 13 Uhr.

Kartenvorverkauf rund drei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung bei „Termina GmbH-Werbetechnik“, Freisinger Straße 11, sowie unter Tel. 089/315 41 70 und per Mail an PeterRamm@termina.de. Karten für den Kinderball gibt es an der Veranstaltungskasse des Bürgerhauses.

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