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Stimmungsvoll glänzte die Pfarrkirche Maria Patrona Bavariae beim Adventssingen der Kolpingsfamilie in Oberschleißheim.

Raus aus der Alltagshektik

Adventssingen der Kolpingsfamilie Oberschleißheim: „A Gschenk, was gar nix kost“

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Einen stimmungsvollen zweiten Adventssonntag gestaltete die Oberschleißheimer Kolpingsfamilie gemeinsam mit Diakon Dieter Wirth.

Oberschleißheim – Seit einem Vierteljahrhundert steht das Motto der Kolpingsfamilie zu Advent nahezu unverändert: „Ein Stündlein Ruhe und Entspannung, den Stress und die Hektik des Alltags vergessen“ Gelegenheit dazu bot am zweiten Adventssonntag das alljährliche Adventssingen in die Pfarrkirche Maria Patrona Bavariae.

 Diakon Dieter Wirth lud das Publikum zu einem nonverbalen Gedankenaustausch ein. Wie man hört, haben seine lebensnahen Interpretationen christlicher Texte und Inhalte so manchen Gast des Adventssingens mental bereichert. Heuer kreisten Wirths Gedanken um Maria. Erst am Vortag hatte die katholische Kirche „Maria Empfängnis“ gefeiert. Als zentrale Botschaft erinnerte der Präses sein Publikum daher daran, dass der Schöpfer den Menschen selbst mit Fehlern und Schwächen ernst nimmt. Daraus folgt für Wirth: „Nimm auch Du Dich an, wie Du bist.“ freilich spreche auch nichts dagegen, sich stetig ein wenig zu verbessern, es zumindest zu versuchen: „Kein Mensch ist frei von Fehlern!“

Diakon Dieter Wirth las begleitende Texte.

 Den stimmungsvollen Teil des Abends gestalteten der Gesangsverein Germania, die Birkenstoana Stubnmusi und die Gruppe Saitenspiel. Lieder und Lesestücke folgten dem adventlichen Motto der Besinnung, genauso wie die Texte, die Josef Ketzler, Georg Lebmeir und Martin Meister ausgewählt hatten. Gut 100 Zuhörer ließen sich auf das Angebot der drei Mitglieder der Kolpingsfamilie und der Musiker ein, den inneren Motor für ein paar stille Momente herunterzufahren: „So richtig reden, net SMS, so wia früher, wia war denn des? Des war a Gschenk, was gar nix kost!“ Kolping-Vorsitzender Leopold Pai wies auf die Bedeutung der Arbeit mit Jugendlichen hin. Das erste Adventswochenende verbrachte er mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 10 und 20 Jahren in Waging am See. Die jungen Leute bastelten Weihnachtsschmuck, Tannenbäume und Engel, buken Lebkuchen. 

Gegen eine Spende bereichern die kleinen Kunstwerke in vielen Familien jedes Jahr den Gabentisch. Mit den Erlösen finanziert die Kolpingsfamilie ihr soziales Werk. Diakon Dieter Wirth führte sein Weg heuer an durchaus ungewöhnlichere Orte. Der Präses der Kolpingsfamilie erzählte von einem Besuch in einer Justizvollzugsanstalt, wo er sich mit „Aussagen der Ohnmacht“ konfrontiert sah: „Wie bin ich hier bloß gelandet?“, „Wie konnte mir das passieren?“ Das Helle und das Dunkle - „wir haben beides in uns“, sagte Wirth und bereicherte sein Publikum mit einem klassisch Wirth´schen Gedankenspiel: „Der Pessimist sagt: Rosen haben Dornen. Der Optimist dagegen freut sich: Gott sei dank hängen an den Dornen ein paar Rosen.“

Das Kolpingwerk

Frei nach dem Leitspruch von Adolph Kolping (1813-1865, Gründer Kolpingwerks: „Tut jeder in seinem Kreise das Beste, wird’s bald in der Welt auch besser aussehen“) unterstützt die Kolpingsfamilie das Haunersche Kinderspital, Obdachlosenhilfe, Schwangerenberatung Donum Vitae, „Seniorenhilfe Kolping“, „Familien in Not“, Oberschleißheimer Tisch“, „Schwestern des Guten Hirten“ und Projekte für Kinder und Jugendliche. Spenden an: Kolpingsfamilie Oberschleißheim, LIGA-Bank, IBAN: DE17 7509 0300 0002 2582 69

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