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Zufriedene Gesichter: Oberschleißheims Bürgermeister Christian Kuchlbauer (Mitte) gibt den neuen Allwetterplatz des FC Phönix Schleißheim frei. Für (v.l.) Vereinsmitglied Günter Graßl und Vorstand Helmut Beck endet damit eine lange Zeit des Wartens.

Ende einer Odyssee

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Nach Jahren des Wartens: Der FC Phönix Schleißheim hat einen neuen Allwetterplatz bekommen.

Oberschleißheim – Es ist schon ein besonderer Moment gewesen, als Phönix-Vorstand Helmut Beck und Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) das weiß-rote Band durchtrennten. Kreischend stürmten die E- und F-Junioren auf den langersehnten Kunstrasenplatz in Oberschleißheim. Zur Einweihung hatte Beck an die Effnerstraße geladen, der neuen Heimat des FC Phönix Schleißheim.

Um es vorwegzunehmen: Mit dem neuen Allwetterplatz in der Nähe des Flugplatzes schließt sich ein Kreis, der den Verein seit seinem Bestehen im Jahre 1919 charakterisiert wie sonst kaum etwas. Ihr erstes Spiel trug die Gründungsmannschaft vor nahezu 100 Jahren gegen ein Team des Flugplatzes aus, die „Truppenfliegerstaffel 21“. Phönix gewann mit 3:1. Ein gutes Omen.

Es war ein gutes Stück Arbeit, den Allwetterplatz zu erstreiten. Dabei lagen die Argumente zu jeder Zeit auf der Seite des Vereins. Der Allwetterplatz ermöglicht nicht nur Training bei allen erdenklichen Witterungsbedingungen. Vereinsmitglied Günter Graßl weiß noch genau wie es war, als die Naturplätze bei Dauerregen absoffen und man bei befreundeten Teams um Trainingsgelegenheiten betteln musste. Vor allem aber schont der Allwetterplatz die übrigen Plätze des Vereins, was zweifelsohne im Interesse der Gemeinde sein dürfte, die sich vor 15 Jahren verpflichtete, Anlagen des FC Phönix Schleißheim in Schuss zu halten.

Eine wahre Odyssee hat der Verein hinter sich gebracht. Vom Flugplatz zum Stichgartl und bei Bedarf an die Jahnstraße. Jetzt endlich sind sie an der Effnerstraße angelangt. Dabei hatte der Platz am Stichgartl durchaus etwas für sich, wie sich Graßl erinnert: Er deutet auf einen Boden voller Steine und klumpiger Erde. „Damals in der Bezirksliga blieben wir eine ganze Saison ungeschlagen.“ Die gegnerischen Teams hatten Schiss das Letzte zu geben, mit Verletzungen den Heimweg anzutreten.

840 000 Euro investiert die Gemeinde Oberschleißheim bis zum kommenden in den neuen Platz. Bürgermeister Kuchlbauer, der sich wie so mancher Gemeinderat ein wenig zu lange hatte bitten lassen, sieht den Verein inzwischen in der Pflicht: „Im neuen Wohnzimmer des FC Phönix Schleißheim sollte ein Aufstieg wohl drin sein.“

Jahrelang stand der Allwetterplatz im Investitionsplan. Doch immer wieder schien ein anderes Projekt vordringlicher zu sein. Vorstand Helmut Beck nimmt den Gemeinderäten, von denen sich ein guter Teil zur Einweihung hatte blicken lassen, den Hickhack der zurückliegenden Jahre nicht krumm. „Im Januar war es endlich so weit, und wir vom Phönix sind ja allesamt gute Mitbürger, wissen um die Vielzahl drängender Projekte.“

So ganz mochte er es sich aber nicht verkneifen, sich Christian Kuchlbauer vor die Brust zu nehmen. „Ich weiß, dass auch der Bürgermeister hin- und hergerissen war.“ Seit dem Zeitpunkt aber, da der neue Platz beschlossen ist, stünde der Bürgermeister voll und ganz hinter dem Phönix. „Das hat er uns zumindest versichert.“

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