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Weg frei für Flüchtlingsheim im Holzgarten Oberschleißheim

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Oberschleißheim – Nach einer Serie von Pannen und Querelen will der Gemeinderat Oberschleißheim endlich die Flüchtlingsunterkunft im Holzgarten. Zumindest diesen Winter sollen rund 200 Asylbewerber in stabilen Quartieren verbringen können.

Nachdem der bisherige Plan, auf dem Areal in der Bahnhofstraße sechs jeweils dreistöckige, Häuser zu bauen, Denkmalschutzbestimmungen zum Opfer fiel, sollen es nun acht Häuser mit zwei Etagen werden. Wie berichtet, tritt die Gemeinde selbst nicht als Bauherr auf. Den Zuschlag ergatterte „Feel Home“.

Peter Lemmen optimistisch

Als Koordinator des Helferkreises Asyl begrüßt Gemeinderat Peter Lemmen (SPD), sich endlich mit einer „abstimmungsreifen Beschlussvorlage“ befassen zu können. Schwierigkeiten mit der Schlösserverwaltung, die Nerven und Zeit kostende Auflage, die Unterkunft europaweit ausschreiben zu müssen und der bayernweite Baustopp kosteten Gemeinde und Helfer ein gutes Jahr. Nach vorne schauen, lautet jetzt das Motto.

Mehr Verantwortungsgefühl

Richtig gut gefällt Peter Lemmen, dass der neue Plan Zimmer für Objektbetreuung und Gemeinschaftsräume vorsieht. Die in Modulbauweise geplanten Doppelhäuser aus Holz sehen pro Etage zwei Wohngruppen zu je acht Personen vor. Derart kleine, familiär wirkende Einheiten sollten nach Ansicht Lemmens ein Gefühl der Verantwortung bei den Bewohnern produzieren.

Spielplatz, Stellplätze für Fahrräder. „Das ist alles sehr, sehr schön“, sagte Lemmen. Was ihm lediglich fehlt, sind Telefonanschlüsse. „Für spätere Internetnutzung“, so der Helferkreis-Koordinator.

Einstimmiger Beschluss

Mit dem einstimmigen Beschluss bekräftigt der Gemeinderat sein Votum für den Holzgarten. Schwierigkeiten erwartet keiner mehr. Dass der neue Plan einer zweigeschossigen Bebauung laut Landratsamt denkmalfachlich ebenfalls noch zu prüfen ist, ist dem Rathaus Oberschleißheim bis heute nicht bekannt.

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