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Jubiläumsfest mit großzügigen Spendern

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Von: Andreas Sachse

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Frohe Stunden auf Monis Kleiner Farm: Bei den Tieren können die Kinder für einen Moment entspannen. Immer betreut von Brigitte Scholle (hinten r.), der Vorsitzenden von „Luzia Sonnenkind“, und ihren Helfern.
Frohe Stunden auf Monis Kleiner Farm: Bei den Tieren können die Kinder für einen Moment entspannen. Immer betreut von Brigitte Scholle (hinten r.), der Vorsitzenden von „Luzia Sonnenkind“, und ihren Helfern. © Scholle

Spenden statt Geschenken: Das hat sich der Geschäftsführer der MVM in Oberschleißheim zum Firmenjubiläum gewünscht. Sehr zur Freude von „Luzia Sonnenkinder“.

Oberschleißheim – Finanzielle Hilfe für den Verein „Luzia Sonnenkinder“ statt Blumen für die Metallverwertung: Einen Scheck über 10 000 Euro nahm die Vorsitzende des Vereins, Brigitte Scholle, anlässlich des 70-jährigen Bestehens der „Metallverwertung München“ (MVM) in Oberschleißheim entgegen.

Feiern, ja. Aber bitte keine Geschenke! Das Firmenjubiläum wollte MVM-Geschäftsführer Johannes Würzberger mit einer besonderen Geste in Erinnerung behalten. Gäste der Feierlichkeiten ermunterte Würzberger zu großzügigen Spenden an „Luzia Sonnenkinder“. Seit neun Jahren unterstützt der Verein Kinder mit Behinderung und ihre Familien.

„Das Geld können wir sehr gut gebrauchen“, bedankte sich Scholle bei der Übergabe des Schecks auf dem Grundstück von „Monis Kleiner Farm“. Die in Garching-Hochbrück gelegene Einrichtung bietet tiergestützte Therapien und Fördermaßnahmen für Kinder mit Behinderung an. Regelmäßig besucht Inhaberin Monika Posmik mit ihren Tieren außerdem kranke Kinder im Schwabinger Krankenhaus.

Seit Jahren organisiert „Luzia Sonnenkinder“ Reittherapien für Kinder mit Handicap. Der Verein arbeitet mit dem Reiterhof „Neuhimmelreich“ bei Dachau zusammen. Irgendwann habe man festgestellt, dass Pferde nicht immer die richtige Wahl sind, erzählt Scholle: „Manche Kinder haben eben Angst vor den großen Tieren.“

So kam man auf Monika Posmik und ihre kleine Farm in Garching-Hochbrück. Moni arbeitet mit Hühnern, Hunden und Meerschweinchen, mit Kaninchen und Alpakas. „Der Kontakt zu den Tieren ist eine unbeschwerte Abwechslung vom oft schmerzhaften Klinikalltag“, weiß Scholle. „Immer wieder sind auch schwerst erkrankte Kinder von der Onkologie, der Krebsstation, dabei.“

„Luzia Sonnenkinder“ ist auf Spenden angewiesen. Der Oberschleißheimer Verein springt ein, wenn Krankenkassen ihre Unterstützung verwehren, sich weigern, bestimmte Therapien zu finanzieren. „Das müssen nicht unbedingt Therapien mit Tieren sein“, erläutert Scholle: „Wenn eine Therapie dringend erforderlich ist, dann helfen wir schnell und unbürokratisch.“ 

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