Wege werden markiert

Kampfmittel geräumt: Hier geht’s sicher durch die Fröttmaninger Heide

Die Kampfmittel auf den Wegen in der „Südlichen Fröttmaninger Heide“ sind beseitigt. Jetzt sollen die sicheren Routen markiert werden, damit keiner durch ungeräumte Bereiche spaziert.

Oberschleißheim – Die Wege in der „Südlichen Fröttmaninger Heide“ sind Kampfmittel-frei: Der Heideflächenverein Münchener Norden hat das Wegenetz bis Ende 2018 auf 20 Kilometern Länge entmunitionieren lassen. Damit sich die Besucher des Naturschutzgebietes künftig besser orientieren und die sicheren Wege nutzen können, werden diese nun vom Heideflächenverein markiert. Damit, heißt es in einer Pressemitteilung, werde auch einer Anforderung des Kreisverwaltungsreferates der Stadt München und der Sicherheitsbehörde des Landkreises entsprochen.

Sicher orientieren: Die gelb markierten Routen sind frei von Kampfmitteln, an den Eingängen ins Naturschutzgebiet (rot) weisen Schilder auf die Gefahr abseits der Wege hin.

Die entmunitionierten Routen werden bis Ende Mai 2019 vorläufig ausgezeichnet, damit die Besucher die freien Wege von den belasteten Flächen unterscheiden können. Die Wege werden zunächst mit Sprühfarbe kenntlich gemacht. Außerdem wird auf den Schildern an allen Zugängen ins Naturschutzgebiet deutlich auf die Lebensgefahr im Boden hingewiesen.

Die Planungen für eine langfristige Markierung der Wege laufen bereits. Bei der dauerhaften Lösung will der Heideflächenverein aktiv die Bürger einbinden. Für alle interessierten Anwohner und Besucher der Fröttmaninger Heide bietet der Verein am Sonntag, 19. Mai, eine Informationsveranstaltung zur aktuellen Kampfmittelbelastung und -räumung sowie zur Wegemarkierung an.

Eine Untersuchungen des Naturschutzgebietes hatte ehedem ergeben, dass auf der gesamten Fröttmaninger Heide mit gefährlichen Kampfmitteln zu rechnen ist. In 150 Jahren militärischer Nutzung – unter anderem Wehrmacht, US-Army und Bundeswehr – hatte sich einiges an Gefahrgütern angesammelt. Dass die Gefahr real ist, zeigte sich in den vergangenen Jahren und Wochen. Bei bisherigen Räumarbeiten auf den Wegen und beim Bau des HeideHauses hat sich der Verdacht laut Heideflächenverein immer wieder bestätigt. Die meisten verzeichneten Funden stammen demnach von Vernichtungssprengungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Da die meisten Kampfmittel sehr oberflächennah nachgewiesen wurden, ist das Betreten der belasteten Flächen abseits der Wege aus Sicherheitsgründen weiterhin verboten.

Auch aktuell finden seit Anfang Mai auf etwa 20 Hektar im weiteren Umfeld des HeideHauses wieder Räummaßnahmen statt. Ziel ist es, nach der Freigabe durch die Räumfirmen die Flächen ganzjährig betreten und für Umweltbildungszwecke nutzen zu können, schreibt der Heideflächenverein.

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Die Info-Veranstaltung

findet am Sonntag, 19. Mai, um 14.15 Uhr am HeideHaus in München statt (Admiralbogen 77). Die fachlichen Aspekte der Kampfmittelbelastung stellt der Projektleiter des beauftragten Ingenieurbüros vor. Neben ihm steht für Fragen auch die Geschäftsführerin des Heideflächenvereins, Frau Christine Joas zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © Heideflächenverein

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