Herberge im Stall: Maria (Isabel Fresno-Vasquez) und Josef (Markus Anwander) im Stall von Bethlehem, gemeinsam mit dem Jesus-Kind, flankiert von zwei Hirten. 
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Herberge im Stall: Maria (Isabel Fresno-Vasquez) und Josef (Markus Anwander) im Stall von Bethlehem, gemeinsam mit dem Jesus-Kind, flankiert von zwei Hirten. 
Besonderer Liebling der Kinder: Ein Kamel, das eigentlich in Weyarn daheim ist.
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Besonderer Liebling der Kinder: Ein Kamel, das eigentlich in Weyarn daheim ist.
Auf der Suche nach dem Stern: Die Heiligen Drei Könige auf ihrem Weg nach Bethlehem.
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Auf der Suche nach dem Stern: Die Heiligen Drei Könige auf ihrem Weg nach Bethlehem.
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Mensch und Tier unterm Stern

Rund 600 Besucher kommen zur Lebenden Krippe des Birkenstoana-Stamm Oberschleißheim. Ein Krippenspiel, das an die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma angelehnt ist.

Von Andreas Sachse

Oberschleißheim – Der Himmel war grau, es regnete – unwirtliches Wetter für eine Geschichte, die Jahrtausende alt ist, und die die Trachtler vom „Birkenstoana“-Stamm Oberschleißheim vor dem Schloss in Oberschleißheim mit viel Engagement in Szene setzten: die Geschichte der Heiligen Nacht. Eine Geschichte über das Unwirtlichsein der Menschen, die kein Erbarmen haben mit Maria und Josef auf Herbergssuche.

Als guten Staatsbürger sozusagen hatten sich Josef (Markus Anwander aus Unterschleißheim) und seine Verlobte, die schwangere Maria (Isabel Fresno-Vasquez aus München-Sendling), seinerzeit nach Bethlehem aufgemacht. Josef war dem Ruf des Fiskus gefolgt, wollte sich in die Steuerlisten von Kaiser Augustus eintragen. Als die Gasthaus-Wirtin, gespielt von Julia Meister, die beiden ins Armenhaus verweist, landen Maria und Josef schließlich im Stall. Dorthin kommen, auf Kamelen, Kaspar und Balthasar (Michael Pezalla, Thomas Raml), Heilige Könige, die dem Stern von Bethlehem folgen. Melchior schließlich, der dritte der Heiligen Könige und prächtig herausgeputzt, lässt sich von zwei „Birken-stoana“-Mitgliedern auf einer Sänfte tragen.

Die „Birkenstoana“ hatten 14 Schauspieler aus den eigenen Reihen gewählt, dazu Sprecher, Regieassistenz und eine Sternträgerin, Anja Meister. Auch für Licht und Kostüme hatten die Trachtler gesorgt und beides sorgfältig komponiert und ausgewählt. Regie führte Antonia Kellner, Kopf der Gruppe war Walter Heckner. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Roland-Leibhard-Bläser-Gruppe, die Arnzeller Sänger und Michael Straschischnig als Hirte mit Steirischer Harmonika.

Rund 600 Zuschauer kamen zu den beiden Vorstellungen vor dem alten Schloss. Etwas weniger als in den vergangenen Jahren. Die Trachtler zeigen die „Heilige Nacht“ seit dem Jahr 2010, eng angelehnt an die Geschichte von Ludwig Thoma, wenn auch verkürzt.

Die Besonderheit des Arrangements liegt nicht nur auf der Darstellung der Geschichte. Sondern auch auf der Vielzahl von Tieren, die mitwirken: Die beiden Kamele aus Weyarn, auf deren Rücken sich Kaspar und Balthasar tragen lassen auf ihrem Weg zum Stern. Die Tiere gehören Bianca Klages. Dazu Schafe und Lämmchen aus Hochmutting, betreut von einem „Schäfer“, einem Mitglied der „Birkenstoana“. Ochs und Esel fehlten ebenfalls nicht. Den Ochs hatte der Ochsen-Toni gestellt. Der aus der Gegend von Attenkirchen im Landkreis Freising kommende Toni leiht das Tier öfter mal aus, etwa für Filmaufnahmen.

„Liebe Leut’, lasst euch sagen, es hat 15 Uhr geschlagen...“, hatte Nachtwächter Hermann Meister junor den das Krippenspiel eingeläutet. Mit dem immer gleichen Ablauf hat die Geschichte um den Stern von Bethlehem etwas angenehm Verlässliches in zunehmend ungewissen Zeiten.

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