Höfische Szene in der Gemäldegalerie: (v.l.) Monika und Wilhelm Lorenz mit Ruth Philipp-Schromm.
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Höfische Szene in der Gemäldegalerie: (v.l.) Monika und Wilhelm Lorenz mit Ruth Philipp-Schromm.
Feuer frei. Salut vor dem Schloss mit der Gräflich Schönburgischen Schlosskompanie. 
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Feuer frei. Salut vor dem Schloss mit der Gräflich Schönburgischen Schlosskompanie. 
Paradieren im barocken Schlosspark: Männer in historischen Militäruniformen. Kurfürst Max Emanuel wollte im Konzert der Großmächte mitspielen.
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Paradieren im barocken Schlosspark: Männer in historischen Militäruniformen. Kurfürst Max Emanuel wollte im Konzert der Großmächte mitspielen.
Organisator  Marcus Junckelmann.
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Organisator  Marcus Junckelmann.
Kostüme um 1600, Manierismus; Teilnehmer an der Modenschau.
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Kostüme um 1600, Manierismus; Teilnehmer an der Modenschau.
Vorträge im Gardesaal.
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Vorträge im Gardesaal.
Churbayerisches Freudenfest
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Churbayerisches Freudenfest
Churbayerisches Freudenfest
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Churbayerisches Freudenfest

Schloss Schleißheim

Kurfürstin spielt Empfangsdame beim Freudenfest

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Es ist immer ein erhebendes Gefühl, das prächtige Schloss Schleißheim zu betreten und auf den Spuren bayerischer Kurfürsten zu wandeln. Vor allem, wenn gleich nach dem Portal Therese Kunigunde Karoline von Polen, die Gattin des Kurfürsten Max Emanuel II von Bayern, die Gäste begrüßt.

Oberschleißheim – Die hohe Dame war eine von vielen Darstellerinnen und Darstellern des „Churbayerischen Freudenfestes“ in Schloss Schleißheim. Tausende Schaulustige sahen begeistert, wie historische Gruppen das höfische Leben des 18. Jahrhunderts zurück nach Schleißheim brachten, mit Eleganz, Musik und Militär.

„Mein Mann ist wahrscheinlich noch beim Reiten, oder vielleicht führt er noch einen Krieg“, sagte Therese Kunigunde, dargestellt von Monika Lorenz (52) aus Höchstädt. Sie bildete mit ihrem Mann Wilhelm Lorenz (58) und Ruth Philipp-Schromm (53) das Trio für den Empfang. Wilhelm Lorenz gab den preußischen Infanterie-Soldaten, während Ruth Philipp-Schromm eine adlige Frau darstellte. In seinen historischen Gewändern wurde das Trio aus Höchstädt beim Fest tausende Male fotografiert. Selfies mit Prominenz aus dem 18. Jahrhundert bekommt man eben nicht so oft.

Historisches Gewand auf den Leib geschneidert

Monika Lorenz trug ein historisches Gewand, das ihr ihre Tochter Sarah in jahrelanger Arbeit auf den Leib geschneidert hat. Die beiden Damen hatten in einem Museum ein Modejournal von 1703 gefunden und die Schnitte abfotografiert. Nach der Recherche, welche Stoffe benötigt werden, ging es an die Produktion des Gewandes. Rund zehnmal im Jahr ist Monika Lorenz damit deutschlandweit zu Gast bei historischen Festen. „Es ist nicht wirklich bequem“, sagt ihre Freundin Ruth Philipp-Schromm, „man bewegt sich schon durch die Kleidung ganz anders.“ Sie empfindet es immer wieder als Ehre, bei solchen Festivitäten in historische Rollen schlüpfen zu dürfen. „Dabei wird man zu einem anderen Menschen.“

Organisator ist in Schloss Lustheim aufgewachsen

Das churbayerische Freudenfest mit Musik aus dem 18. Jahrhundert, historischen Tänzen und Salutschüssen des Militärs wurde konzipiert von Marcus Junkelmann. Der Historiker und Experimental-Archäologe hat schon mehrere Projekte rund um die Schleißheimer Schlösser organisiert. „Aber ein Kaliber dieser Größenordnung ist das erste Mal“, sagt er. Junkelmann ist selbst in Schloss Lustheim groß geworden, das zur Schleißheimer Anlage gehört. Der Historiker, der sich schon seit vielen Jahren mit dem Leben von Max Emanuel beschäftigt, hat viele Freunde für das churbayerische Freudenfest gewinnen können und ist stolz darauf, „dass wir ein wirklich sehr anspruchsvolles Musikprogramm anbieten konnten“.

Für den Historiker und Künstler soll dieses Freudenfest nur eine Zwischenstation sein. Ihm schwebt vor, nächstes Jahr die Vergangenheit gleich ein ganzes Wochenende im Schloss aufleben zu lassen. Ein solches Freudenfest-Wochenende soll mit dem Schwerpunkt Jagd und Fischerei ausgeweitet werden. Marcus Junkelmann möchte deshalb noch in diesem Jahr einen Verein gründen, über den eine solche Großveranstaltung organisiert werden könnte. Dieses Mal trug er als Privatperson das Risiko des Churbayerischen Freudenfestes, das definitiv Appetit auf mehr gemacht hat. Und wenn sich Junkelmann etwas vornimmt, zieht er das auch durch. So wie seinen Alpenübergang zusammen mit Studenten mit den Methoden und der Ausrüstung römischer Legionäre, der ihn bekannt gemacht hat.

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