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Der Angeklagte soll einem Landsmann ein Messer in den Rücken gestochen haben.

Attacke in Aslycontainer

Weil sein Mitbewohner nicht putzte, stach Matar N. auf ihn ein

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Ein Streit ist zwischen zwei Senegalesen in Oberschleißheim völlig eskaliert - er endete mit einer Messerattacke. Seit Mittwoch steht ein 34-Jähriger deshalb vor Gericht - wegen versuchten Mordes.

Oberschleißheim – Hat der Senegalese Matar N. (34) in einer Asylbewerber-Unterkunft in Oberschleißheim einem Landsmann ein Messer in den Rücken gestochen? Seit Mittwoch muss er sich für einen Vorfall vor Gericht verantworten, der sich am 10. Dezember 2017 ereignet haben soll. Ihm wird versuchter Mord zur Last gelegt. Der Angeklagte schwieg zum Prozessauftakt zu den Vorwürfen.

Opfer weigert sich zu putzen

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass an jenem Tag Mitte Dezember gegen Mittag ein Streit in der Flüchtlingsunterkunft am Heuweg eskalierte. Der Konflikt entzündete sich offenbar an einer Diskussion ums Putzen der Gemeinschaftsräume. Das spätere Opfer soll sich demnach geweigert haben, bei der geplanten Putzaktion mitzumachen. Der damals 37-Jährige soll seine Handschuhe auf den Boden geworfen haben. Als er in sein Zimmer gehen wollte, folgten verbale Beleidigungen. Umstehende Bewohner verhinderten, dass die beiden aufeinander losgingen.

In den Containern am Heuweg, die lange Zeit als Asylunterkunft dienten, eskalierte der Streit.

Kurze Zeit später, als sich der 37-Jährige etwas zu essen machen wollte, soll ein neuer Streit entflammt sein. Matar N. soll versucht haben, seinen Kontrahenten mit einem Feuerlöscher zu verletzen. Auch dies verhinderten Zeugen.

Angriff kam völlig überraschend

Daraufhin soll der 34-Jährige in sein Zimmer gegangen sein. Laut Staatsanwaltschaft schloss er die Tür hinter sich und griff sich ein etwa 30 Zentimeter langes Küchenmesser, das er in seinem Zimmer versteckt hatte. Genau in dem Moment, als Matar N. seine Tür öffnete, ging der 37-Jährige in Begleitung eines anderen Bewohners an dem Zimmer vorbei. Matar N. soll das Messer zunächst seitlich verdeckt gehalten und dann ohne Vorwarnung auf seinen Kontrahenten eingestochen haben. Er fügte ihm laut Anklage eine etwa fünf Mal zehn Zentimeter tiefe Stichwunde am Rücken zu.

Tod billigend in Kauf genommen

Laut Staatsanwaltschaft nahm er damit dessen Tod zumindest billigend in Kauf. Das Opfer sei in dem Moment nicht mehr von einem Angriff ausgegangen. Die Attacke sei überraschend gekommen, daher habe er sich auch nicht wehren können. Ein anderer Mitbewohner drückte die Hand, in der Matar N. das Messer gehalten haben soll, gegen die Wand, um einen weiteren Angriff zu verhindern. Der 37-Jährige wurde in einer Klinik operiert. Der Prozess wird fortgesetzt.

Zu zwei tödlichen Radunfällen kam es am Donnerstag im Freistaat. Ein Achtjähriger und eine 52-jähriger Rennradfahrer starben tragisch.

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