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Verrückt nach dem alten Bahnhof ist der „Vabosh“-Vorstand: (v.l.) Beisitzerin Stefanie Lorenz, Beisitzerin Ina Strynar, Kassiererin Karin Schulze, Vorsitzender Andreas C. Hofmann, Vorsitzende Anke Schuster, Schriftführer Jörg Hölsch, Beisitzerin Theresia Maier, stellvertretende Vorsitzender Walter Klar und Beisitzerin Ute Litters-Wagatha.

60 000 Euro verschaffen erst einmal Luft

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Hilfe zur rechten Zeit: Ungenannte Investoren haben dem Verein „Verrückter alter Bahnhof Oberschleißheim“  eine Menge Geld zukommen lassen. Jetzt hoffen die Vereinsmitglieder, den Bahnhof eines Tages  doch noch kaufen zu können.

OberschleißheimInvestoren aus dem Umfeld von „Vabosh“ stellen 60 000 Euro zum Erwerb des alten Oberschleißheimer Bahnhofs zur Verfügung. Seit Jahren bemüht sich der Verein „Verrückter alter Bahnhof Oberschleißheim“ („Vabosh“) um die Immobilie an der Bahnhofstraße. Alle Versuche scheiterten bisher am Eigentümer, der Deutschen Bahn.

Zuletzt hatte die Bahn im April vergangenen Jahres durchblicken lassen, den 1972 stillgelegten Bahnhof endlich zu veräußern. Der Gemeinde war eine Art Vorkaufsrecht zugesichert worden. „Seitdem haben wir nichts mehr von denen gehört“, teilte „Vabosh“-Vize, Walter Klar, mit. Die Bezeichnung als „verrückter alter Bahnhof“ geht auf eine „verrückte“ Aktion aus dem Jahr 1898 zurück, als das Gebäude als Ganzes um sechs Meter verschoben wurde.

Vor der Verkaufsankündigung aus dem April 2016 und dem angebotenen Vorkaufsrecht hatte sich die Bahn mit Überlegungen zu Wort gemeldet, das Gebäude mitsamt dem kleinen Grundstück dem Meistbietenden zu überlassen. Vor allem Wohnungsbauunternehmen und Immobilienfonds hätten wohl ein Auge auf den zentral gelegenen Grund geworfen, wie der „Vabosh“-Vorsitzende Andreas C. Hofmann befürchtet. Längst hat sich herum gesprochen, dass Wohnraum und Gewerbeflächen in Oberschleißheim Mangelware sind.

Mit den Investoren greift der Verein womöglich noch zur rechten Zeit nach einem Rettungsanker. Die zur Verfügung stehenden 60 000 Euro versetzen „Vabosh“ in die Lage, auf mögliche nächste Schritte der Bahn zu reagieren – wie die auch immer aussehen mögen, sagte Hofmann: „Seit einem Jahr hängen wir auf dem Trockenen.“ Seit dem Angebot vor einem guten Jahr habe die Bahn keinerlei Informationen durchsickern lassen. Walter Klar hält einen Kaufpreis in Höhe von etwa 100 000 Euro für realistisch. Mithilfe der Investoren sehe sich der Verein in der Lage, bei Bedarf auf die prognostizierte Summe aufzustocken.

Die Investoren stammen aus dem Umfeld des Vereins. „Das Geld kommt keineswegs aus einer einzigen Hand“, sagte Hofmann. Namen will der „Vabosh“-Vorsitzende nicht nennen. Es dürfte sich aber um Freunde des Vereins, um Privatpersonen und mittelständische Gewerbetreibende, handeln.

Den Beschluss des Oberschleißheimer Gemeinderats aus dem Februar 2015, wonach die Gemeinde ihr „grundsätzliches Interesse“ an dem alten Bahnhof bekundete, hält Hofmann nach wie vor als nicht ausreichend. Im Haushalt für 2017 seien lediglich 10 000 Euro als „symbolischer Platzhalter“ vorgesehen. „100 000 Euro hatten wir beantragt.“

Der Oberschleißheimer Verein will das Gebäude renovieren und den verrückten Bahnhof hernach der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Kulturelle Angebote und ein Café sollen an der Bahnhofstraße eine Art Bürgerbegegnungsstätte begründen. Für das Herrichten des Gebäudes wurden Beträge bis zu 1,5 Millionen Euro kolportiert. Das „Vabosh“-Vorstandsmitglied Anke Schuster, eine Architektin, hält diese Schätzungen jedoch für deutlich übertrieben. an

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