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Wiederbelebt: Die Planung von „Vabosh“ sieht für den verrückten alten Bahnhof verschiedene Nutzungsmöglichkeiten vor, unter anderem ein Kulturcafé. 

Oberschleißheim: Bahn verkauft den verrückten alten Bahnhof

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Den Zuschlag bekommt der, wer den besten Preis zahlt: Die Bahn verkauft den alten verrückten Bahnhof in Oberschleißheim.

Oberschleißheim – Der alte Bahnhof in Oberschleißheim steht zum Verkauf. Mehrere Bieter bekunden ihr Interesse. Das Rathaus Oberschleißheim beteiligt sich an der Ausschreibung der Deutschen Bahn, DB Immobilien Region Süd.

Probleme mit dem Verfahren meldet unterdessen der Verein an, der zum Erhalt des Verrückten alten Bahnhofs Oberschleißheim („Vabosh“) im Oktober 2014 gegründet worden ist. Über die jüngsten Entwicklungen waren der Verein und die Gemeinde erst vor einer Woche von der Eigentümerin, der Deutschen Bahn, informiert worden. Die Gebote sind bereits abgegeben. Das überaus enge Bieter-Fenster ließ „Vabosh“ keine Zeit für ein eigenes Gebot. Ausgerechnet der Verein muss passen. Er verfügt über nicht ausreichend Geld. Zwar hatten Unterstützer im vergangenen Juni 60 000 Euro für den Erwerb des Bahnhofs und des dazugehörigen, kleinen Grundstücks in Aussicht gestellt. Binnen Wochenfrist sei es dem Verein aber nicht möglich gewesen, die Summe abzurufen, um als eigenständiger Bieter mitzumischen, sagte der stellvertretende „Vabosh“-Vorsitzende, Walter Klar: „Dafür ist ein Beschluss der Mitglieder nötig.“

Klar ist nicht glücklich über die Art und Weise, in der die Bahn den alten Bahnhof ohne vorherige Ankündigung zum Verkauf ausgeschrieben hat. Nach jahrelangem Auf und Ab, als immer wieder von einem baldigen Verkauf und einem Vorkaufsrecht für die Gemeinde und für „Vabosh“ die Rede gewesen sei, würde der Bahnhof in einer Eile zur Ausschreibung angeboten, die durchaus Anlass zu Fragen aufwerfe: „Auf den üblichen Kanälen, die die Bahn für solche Angebote nutzt, taucht der alte Bahnhof zumindest nicht auf“, sagt Klar. Und mit damit unter anderem eine Internetseite, auf der die Bahn ihre Liegenschaften anbietet.

Die Gemeinde Oberschleißheim jedoch hat ein Gebot abgegeben. Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) bestätigt, vom Gemeinderat entsprechend instruiert worden zu sein. Über die Höhe der Summe und die damit zusammenhängende Konkurrenzfähigkeit des Gebots äußerte sich Kuchlbauer nicht.

Seit 2017 sind im Gemeindehaushalt zu dem Zweck prophylaktisch 10 000 Euro eingestellt. Die Summe allein dürfte nicht reichen. „Vabosh“-Vize Klar hatte vor zwei Jahren einen Betrag in zehnfacher Höhe als realistischen Kaufpreis angenommen. Als Bemessensgrundlage für ein zuschlagfähiges Gebot sind auf der einen Seite die von der Bahn bereits im Frühjahr 2016 ins Spiel gebrachten privaten wie gewerblichen Mitkonkurrenten zu berücksichtigen. Ferner gilt es, die, laut Bürgermeister Kuchlbauer, „relativ komplizierte Erschließung des Geländes über fremden Grund“ in die Überlegungen einzubeziehen.

Sollte die Gemeinde den Zuschlag erhalten, wird der Gemeinderat dafür sorgen, dass das von „Vabosh“ ausgearbeitete Konzept einer späteren Nutzung zum Tragen kommt: Der Verein will den Bahnhof sanieren und als Kulturcafé, Heimatmuseum oder Vereinsheim anbieten (wir berichteten). Zur Zeit wird der alte Bahnhof von einem Filmausstatter als Lager genutzt. Mehrfach wurde gemeldet, dass sich der Mieter mit dem „Vabosh“-Konzept anfreunden könnte. „Da finden wir sicher eine Lösung“, sagte der stellvertretende „Vabosh“-Vorsitzende Walter Klar. Andreas Sachse

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