Auf das Jahr 955 lässt sich die Kapelle in Hochmutting zurückdatieren.
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Auf das Jahr 955 lässt sich die Kapelle in Hochmutting zurückdatieren.

Nach Sanierung

Historisches Schmuckstück aufpoliert: Kardinal segnet Kapelle St. Jakobus

Nach jahrelangem Umbau segnet Kardinal Marx am Sonntag die Kapelle St. Jakobus. Wie Sie den Gottesdienst verfolgen können, erfahren Sie hier.

Oberschleißheim – Nach vielen Jahren der Sanierung und Restaurierung ist es endlich soweit: Die historische Kapelle St. Jakobus in Hochmutting erhält an diesem Sonntag, 27. Juli, dem Fest des Hl. Jakobus, um 10 Uhr den kirchlichen Segen. Die Altarweihe erfolgt durch Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising. Die Einweihungsfeier findet coronabedingt nur mit geladenen Gästen statt. Der Gottesdienst wird allerdings live via Youtube übertragen, ebenso gibt es einen Livestream in der Pfarrkirche St. Wilhelm. Der Link dazu findet man auf der Homepage des Katholischen Pfarrverbands.

Die Kapelle St. Jakobus blickt auf eine lange Geschichte zurück: Zurückgehend aufs Jahr 955, ist das Gotteshaus eine der ältesten Kirchenbauten im Landkreis München. Über die Jahrhunderte erfuhr das kleine Kirchlein immer wieder bauliche und stilistische Veränderungen. Nach der letzten Renovierung in den 60er Jahren und dem Bau der neuen Aussegnungshalle wurde die Kirche immer weniger genutzt. Ende der 90er Jahre stellte sich ein größerer Renovierungsbedarf heraus. Ab 2005 begann die Gemeinde Oberschleißheim schließlich mit der Sanierung, in Abstimmung mit der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung, dem Landratsamt München und der Denkmalschutzbehörde. Zur Finanzierung trug auch der von der damaligen Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler gegründete Förderverein Jakobuskapelle bei.

Die Sanierung der historischen Kapelle war durchaus komplex, da zunächst das durchfeuchtete Mauerwerk trockengelegt werden musste, was mit einer Wandtemperierung gelang. Auch der historische Chorbogen wurde wiederhergestellt sowie ein neuer, historischer Putz aufgebracht. Die Kirche schmückt nun eine historische Jakobus-Statue; Ambo und Altar wurden neu eingebracht und erhalten bei der Altarweihe den Segen.

Die Kapelle soll künftig für Trauerfeiern, Gottesdienste, und Andachten beider Konfessionen und für Kammerkonzerte und Ausstellungen genutzt werden.

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