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Marode: Das Hallenbad Oberschleißheim.

Neue Pläne für das Grundstück?

Oberschleißheim legt sich fest: Das Hallenbad bleibt

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Entweder sanieren oder ein Neubau muss her - das völlig marode Hallenbad abzureißen, kommt für die Gemeinde Ober

Oberschleißheim – Der Gemeinderat Oberschleißheim hält am eigenen Hallenbad fest. Eine Machbarkeitsstudie soll den Weg weisen: Sanieren oder Neubau. Der Zustand des Oberschleißheimer Hallenbads ist desaströs. Von Technik über Hygiene bis zu Sicherheit – die Einrichtung gilt als Totalschaden. 

Im Herbst 2018 hatte ein Gutachter 7,3 Millionen Euro für eine umfassende Sanierung angesetzt, 12 Millionen für einen Neubau. Ein auf kommunale Bäder spezialisiertes Unternehmen aus Niederbayern bietet der Gemeinde gegenwärtig seine Dienste an. Vergangenen Dienstag legte eine der Planer den Fraktionen eine umfassende Untersuchung ans Herz, einschließlich Bedarfsanalyse und Standort-Check. 

Von einem Spaßbad und zusätzlichen Attraktionen war die Rede. Dem ein oder anderen Gemeinderat ging das zu weit. „Die Oberschleißheimer schätzen ihr Hallenbad wie es ist“, argumentierte Helga Keller-Zenth (Grüne). Irgendwelcher Schnickschnack sei da nicht von Nöten. „Das Bad soll nur wieder nutzbar sein!“ Geld für ein Spaßbad stünde der Gemeinde nicht zur Verfügung. Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) und Erich Elsner (SPD) bliesen ins gleiche Horn: „Schulen, Senioren und die Allgemeinheit nutzen unser Hallenbad.“ Außerdem Polizei und Oberschleißheimer Behinderteneinrichtungen 

Für diese Zielgruppen soll das Bad wieder hergerichtet werden. Elsner erinnerte zudem an die fast 20 Jahre zurückliegende, letzte Sanierung im Jahr 2001. Seinerzeit habe die Gemeinde eine Million Mark investierte, obwohl bis zu 12 Millionen Mark veranschlagt worden waren. „Das hat bis heute, 18 Jahre lang, gehalten.“ Acht von zehn Oberschleißheimern hatten 2001 in einem Bürgerentscheid für den Erhalt des Hallenbads gestimmt. Diesem Votum sieht sich der Gemeinderat nun damit auch verpflichtet. Obwohl eine Sanierung die Gemeinde günstiger käme, scheint ein Neubau an anderer Stelle nicht ausgeschlossen. 

Die Fraktionen befassen sich mit Überlegungen, das gegenwärtige Grundstück anderweitig zu nutzen, um auf diese Weise Gelder zu requirieren. An öffentliche Mittel zu gelangen, erweist sich offenbar als schwierig. Ein erster Anlauf, Zuschüsse für eine Sanierung zu erhalten, ist nach Rathausinformationen fehlgeschlagen. Wie es heißt, verlangt der Bund erst eine Entscheidung, ob saniert oder neu gebaut werden soll. 

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