Ein eigenes Gymnasium will Oberschleißheim.
+
Ein eigenes Gymnasium will Oberschleißheim.

Grundsatzbeschluss gefasst

Oberschleißheim will eigenes Gymnasium

Oberschleißheim will ein eigenes Gymnasium. Doch es gibt ein paar Hürden.

Oberschleißheim – Ein Gymnasium in Oberschleißheim. „Ein echter Gewinn“, meint die CSU-Fraktion im Gemeinderat. So fasste Zweite Bürgermeisterin Angelika Kühlewein den Antrag ihrer Fraktion zusammen, einen Grundsatzbeschluss für eine weiterführende Schule – konkret für ein Gymnasium – in Oberschleißheim zu fassen.

Als Grundlage führte Kühlewein Prognosen des Landkreises an, dass die Schülerzahlen im Schleißheimer Einzugsbereich von aktuell knapp 1000 Gymnasiasten bis zum Jahr 2035 auf fast 1500 ansteigen werden. „Wir kennen den Zuzug hier und in München“, sagte die CSU-Gemeinderätin, „das wäre kein rausgeschmissenes Geld und die Schule sofort voll.“

Am Bedarf bestand im Gemeinderat kein Zweifel. „Wir würden gerne zustimmen“, sagte SPD-Sprecher Florian Spirkl. Allein, es fehlt der Glaube an die Finanzierbarkeit und den Platz. Was die Finanzen betrifft, rechnete Spirkl vor, dass so ein Großprojekt die Gemeinde trotz der gesetzlich festgeschriebenen Unterstützung durch den Kreis „plus minus 25 Millionen Euro“ kosten würde.

Die Rechnung hat Spirkl allerdings ohne eine Zweckverbandfinanzierung aufgestellt, wie beim Schulbau im Landkreis üblich. Doch potenzielle Zweckverbandsmitstreiter sieht Spirkl nicht, da Oberschleißheim im nördlichen Landkreis die einzige Kommune ohne Gymnasium ist. Die Einwände sieht CSU-Gemeinderat Peter Benthues jedoch als „typische Oberschleißheimer Wortmeldung“ an. Als „Anstoß für eine Vision“ verteidigte er den Antrag und forderte, „nicht gleich wieder Angst zu haben“.

Ganz andere Probleme birgt der ursprüngliche CSU-Antrag, nach dem die Verwaltung passende Grundstücke suchen sollte, für die Freien Wähler: „Ich sehe kein Grundstück, das verkehrlich gut angeschlossen ist“, erklärte FW-Gemeinderat Stefan Vohburger. Nachdem die CSU auf den Grundstückspassus verzichtet hat, konnten sich alle Fraktionen einem Prüfauftrag anschließen und haben Bürgermeister Christian Kuchlbauer beauftragt, erste Sondierungsgespräche mit dem Landratsamt zu führen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare