Hoher Bedarf

Schleißheim plant Mietwohnungsblöcke am Kreuzacker

Oberschleißheim – Wohnraum für möglichst viele Menschen will die Gemeinde am Kreuzacker schaffen. Einfamilienhäusern und Reihenhäusern erteilen die Fraktionen eine Absage. Der Beschluss des Gemeinderats steht unter dem Eindruck der sich auch in Oberschleißheim zuspitzenden Wohnungsnot.

Innovative Wohnkonzepte wie Mehrgenerationenwohnen, Gemeinschaftsgärten und Genossenschaftsbauten haben die Grünen für den Kreuzacker gefordert. Im Vordergrund stand für Gemeinderätin Ingrid Lindbüchl aber Wohnraum für Geringverdiener und Familien.

Der Gemeinderat kann sich sogar vorstellen, die Höhenvorgabe des vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München erstellten Strukturkonzepts für den Kreuzacker zu sprengen. Maximal vier Stockwerke zählen einige wenige Häuser im Umfeld des Geländes. Maximal viergeschossig will der Planungsverband Wohnhäuser auf dem Kreuzacker-Gelände entstehen lassen. „Ich könnte mir die Gebäude sogar höher vorstellen“, sagte Peter Lebmeir (CSU) in der Sitzung.

In Sachen Wohnraumbeschaffung kommt dem Gemeinderat seiner Ansicht nach die Pflicht zu, „das Mögliche möglich zu machen“. CSU-Fraktonssprecherin Gisela Kranz hatte zuvor versucht, eine Lanze für diejenigen zu brechen, die sich Einfamilienhäuser leisten könnten oder wollten. Die Mehrheit der fünfköpfigen Fraktion plädierte laut Kranz für einen Mix aus Einfamilienhäusern und Geschosswohnungsbau. Mit der Ansage Lebmeirs und dem inhaltlich ähnlich lautenden Beitrag von Peter Benthues (CSU) hatte sich der Vorschlag einer Mixtur aus Wohnungen und Häusern aber erledigt. Die CSU schloss sich komplett dem Gemeinderat und der schlussendlich einstimmigen Entscheidung für Geschosswohnungsbau an. 

Als letzte zusammenhängende, noch unbebaute Fläche dieser Größenordnung in Oberschleißheim, bietet der 4,7 Hektar umfassende Kreuzacker sich seit Jahren für Wohnbauprojekte an. Der Eigentümer der mittleren von drei Parzellen weigert sich aber bis heute, seine Fläche zu verkaufen. Die Gemeinde macht sich daher zunächst daran, das südöstliche Areal zwischen Moosweg und St. Margarethen-Straße zu überplanen. In nächster Zeit erwartet man im Rathaus auch einen Bauantrag für das westwärts gelegene Grundstück.

Das das von Diplom-Stadtplanerin Birgit Kastrup vorgestellte Strukturkonzept des Planungsverbands sieht eine Erschließung über die umgebenden Straßen, den Moosweg und die St. Margareteh-Straße vor. Für Anwohner ist eine Tiefgarage geplant. Das mit möglichst viel Grün geplante Gelände wird von Fußwegen durchkreuzt. Außer zum Beladen sind Autos verboten.

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