Gemeinderat soll entscheiden 

Traum vomGymnasium

  • schließen

Oberschleißheim hat als einzige Kommune im Norden des Landkreises keine weiterführende Schule. Das will die CSU ändern.

Oberschleißheim – Als letzte Gemeinde im Norden wirft womöglich Oberschleißheim den Hut in den Ring: Die Gemeinde soll ein Gymnasium bekommen. Das zumindest wünscht sich die CSU.

Gute Gründe für ihren Antrag, der dem Rathaus seit Wochenbeginn vorliegt, weiß die Fraktion auf ihrer Seite: Aufgrund von Neubauprojekten im Holzacker und im Schäferacker sei mit einem spürbaren Anstieg der Bevölkerung und dem einhergehenden Bedarf an schulischer Ausbildung, auch in Gymnasien, zu rechnen.

Hinzu kommt, dass Oberschleißheim mittlerweile die einzige Gemeinde im Norden des Landkreises ist, die über keine weiterführende Schule verfügt. Sie ist nur als Geldgeber mit von der Partie: Weil Schüler aus der Gemeinde beispielsweise das Gymnasium in Unterschleißheim besuchen, ist die Kommune als Mitglied im Zweckverband an den Kosten beteiligt.

Dabei steht heute schon fest, dass das Carl-Orff-Gymnasium in Unterschließheim die Nachfrage nicht wird bewältigen können. Der Schulbedarfsplan für den Landkreis geht im Jahr 2035 von 1500 Plätzen aus. Das Limit von gegenwärtig knapp 1000 Schülern, das man im Landratsamt als eine Art rote Linie betrachtet, wäre damit erreicht.

Es ist noch nicht lange her, da brachte Landrat Christoph Göbel (CSU) für Unterschleißheim ein zweites Gymnasium ins Spiel. Mit einem ausreichend weiten Einzugsbereich und dem Bahnhof für S-Bahn und Regionalzug verfügt die größte Kommune im Kreis über schlagkräftige Argumente.

Vorzüge freilich, die auch Oberschleißheim für sich beanspruchen kann, wie die CSU-Fraktionsvorsitzende Gisela Kranz. Landrat Göbel sei über ihre Pläne informiert. „Der Antrag ist mit ihm abgesprochen.“ Natürlich sei es noch zu früh, über Optionen zu sprechen. „Das ist erst mal ein Vorstoß.“

Zunächst gilt es, das Rathaus und die übrigen Fraktionen für ihren Vorschlag zu erwärmen. Dazu müsste die Gemeinde ein geeignetes Grundstück auftreiben und zur Verfügung stellen – als vom Kreis definierte Bedingung, um als Schulstandort überhaupt in Frage zu kommen. Erst dann könnte der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss fassen, sich um ein Gymnasium am Ort zu bewerben. Die Voraussetzung ist grundsätzlich nicht schlecht. Der Schulbedarfsplan und G 9 zeigen, dass im Norden ein weiteres Gymnasium gebraucht wird.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rathäusern geht das Personal aus
Unbesetzte Stellen in den Rathäusern im Landkreis sorgen für massive Probleme. Immer mehr Arbeit wird auf immer weniger Schultern der noch verbliebenen Mitarbeiter …
Rathäusern geht das Personal aus
Überleitung von A92 auf A99 gesperrt
Wegen Bauarbeiten ist die Überleitung von der A92 auf die A99 in Richtung Stuttgart am Autobahndreieck Feldmoching bis zum Nachmittag gesperrt.
Überleitung von A92 auf A99 gesperrt
Aufgebrochener Tresor von Olli Kahn an A8 gefunden
Bei Waldarbeiten wurde im Gemeindegebiet Irschenberg ein aufgebrochener Tresor gefunden. Die Polizei glaubt, ihn einem Raub in München zuordnen zu können.
Aufgebrochener Tresor von Olli Kahn an A8 gefunden
Kaum Spenden: Feuerwehr enttäuscht
Über Stunden sind Feuerwehr-Mitglieder aus Grasbrunn und Harthausen unterwegs gewesen und haben Christbäume eingesammelt. Eine Aktion, an deren Ende sie nicht wirklich …
Kaum Spenden: Feuerwehr enttäuscht

Kommentare