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Will andere warnen: Im Namen von Renate Nagel, der Vorsitzenden des TSV Schleißheim, wurden die E-Mails an die Schatzmeisterin verschickt.

Gefälschte Online-Post

„Ich fühle mich machtlos“: Dreiste Betrugsmasche trifft Vereine hart - Experte mit dringender Warnung

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Trickbetrüger haben Vereine ins Visier genommen. Mit einer täuschend echten E-Mail-Adresse haben Unbekannte versucht, vom TSV Schleißheim Geld zu ergaunern. Kein Einzelfall.

  • Im Landkreis München ist eine neue Online-Betrugsmasche aufgetreten.
  • Opfer des dubiosen Vorgehens sind Vereine jeglicher Art.
  • Der TSV Schleißheim hatte bereits mit den Folgen zu kämpfen - und warnt jetzt.

Landkreis –Betrüger versenden derzeit gezielt gefälschte E-Mails an Schatzmeister und Sportwarte. Auch beim TSV Schleißheim haben es die Kriminellen mit ihrer Masche versucht, aber ohne Erfolg. Sie spähten die Internetseite des Vereins nach Informationen und E-Mail-Adressen von ehrenamtlichen Mitarbeitern aus. Am 5. Februar erhielt die Schatzmeisterin des Vereins eine Mail, die angeblich von der Vorsitzenden Renate Nagel stammte: „Bitte machen Sie eine Überweisung von 2200 Euro für Sportgeräte.“ Aufgeführt war die Kontoverbindung einer Frau aus Chemnitz. Die Schatzmeisterin drückte auf die Antworten-An-Adresse, meinte an Renate Nagel zu schreiben und fragte: „Von welchem Konto?“ – Die prompte Antwort des Betrügers lautete: „Vom Hauptkonto.“

Betrugsmasche gegen Vereine: TSV Schleißheim überwies viel Geld

Das Geld wurde überwiesen. Der Betrüger profitierte allerdings auch davon, dass der TSV zu diesem Zeitpunkt Probleme mit dem Online-Banking hatte. Doch die fehlerhafte Überweisung fiel auf. In der Mail wurde die ungewohnten Anrede „Sie“ verwendet, „wir duzen uns im Verein“, sagt Nagel. Die TSV-Vorsitzende setzte alle Hebel in Bewegung, um das Geld zurückzubekommen. Sie recherchierte die Kontoinhaberin und mit Hilfe der Chemnitzer Bank konnte die Überweisung rückgängig gemacht werden.

„Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Renate Nagel. Die 69-Jährige will andere Vereine warnen. Denn der Täter machte weiter: Die Schatzmeisterin des Sportvereins hat erneut eine Mail – angeblich wieder von der TSV-Vorsitzenden – erhalten. „Der hat sogar den Betrag erhöht. Diesmal will er 2750 Euro.“ Die Polizei ermittelt.

Online-Betrüger zocken Vereine ab: Kein Einzelfall

Der Oberschleißheimer Betrug ist kein Einzelfall. Auch andere Vereine werden von Betrügern belästigt. Vor einigen Jahren hat der Ismaninger Kirchenbauverein durch eine Betrüger-Mail Geld verloren. Ein Sportwart eines Kirchheimer Vereins, der anonym bleiben möchte, berichtet, dass an 50 bis 100 Mail-Adressen aus dem Mitgliederverteiler Bettel-Briefe in seinem Namen verschickt wurden. Darin bittet er um 1800 Euro für einen Rückflug, in der Mail heißt es: „Ich bin in die Ukraine verreist und habe meine Tasche verloren samt Reisepass und Kreditkarte.“ Unter der Mail stehen sein Name und seine Adresse.

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Der 73-Jährige ist empört. „Ich fühle mich machtlos.“ Mehrmals hat er sein Passwort für sein E-Mail-Konto geändert, trotzdem bettelten schon dreimal falsche Freunde in seinem Namen um Hilfe. Er hat seinen Mail-Provider informiert: „Die können nichts tun.“ Der Sportwart hat inzwischen alle Vereinsmitglieder informiert, dass er nicht in die Ukraine gereist ist und kein Geld benötigt.

Experte gibt Tipps: „Bevor man Geld überweist...“

Arno Helfrich leitet im Polizeipräsidium München das Kommissariat für Prävention und Opferschutz, das über Betrugsdelikte, auch aus dem Internet aufklärt. Er rät Vereinen, eine allgemeine E-Mail-Adresse im Internet zu veröffentlichen. „Bevor man Geld überweist, sollte man sich nach dem Vier-Augen-Prinzip vergewissern und den Vorsitzenden kurz anrufen“, empfiehlt Helfrich.

Aber wie kommen Kriminelle an Passworte zu Mail-Konten? „Betrüger erstellen gefälschte Internet-Seiten, die zum Beispiel der Amazon-Seite täuschend gleichen, sie fischen Passwörter ab oder fordern ihre Opfer auf, ihr Bankkonto und persönliche Daten auf der Webseite anzugeben.“ Helfrich rät: „Man sollte sich die Mühe machen, eine Webseite, die man besuchen will, nicht über Google zu suchen, sondern die Adresse fehlerfrei einzutippen.“ So könne man sichergehen, nicht auf einer Kopie zu landen.

Im Interview hat Arno Helfrich vor einigen Wochen bereits verraten, was die Tricks der Telefonbetrüger sind und wie man sich schützen kann.

Das Beratungstelefon der Münchner Polizei ist erreichbar unter 089/ 2910-3430 oder per E-Mail: muenchen@polizei.bayern.de

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Petershausen gibt es nicht mehr - zumindest wenn es nach den Ortsschildern geht: Unbekannte Täter haben alle acht Schilder in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gestohlen

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