Eine S-Bahn fährt aus dem Tunnel am Ostbahnhof.  Foto: Leonhardt/dpa
+
Eine S-Bahn fährt aus dem Tunnel am Ostbahnhof. Am Dienstagabend mussten Züge aus Richtung Leuchtenbergring nach einem Unfall in Oberschleißheim vorzeitig in Feldmoching wenden.

Kurz nach der Haltestelle

Tödlicher Zugunfall: Mann kann Gleis nicht mehr rechtzeitig verlassen - und wird von Bahn erfasst

  • Max Wochinger
    vonMax Wochinger
    schließen

Zu einem tödlichen Zugunfall kam es am Dienstagabend in Oberschleißheim: Ein Rentner hielt sich im Gleisbereich auf. Der Lokführer gab noch mehrere Warntöne ab.

Oberschleißheim – Am Dienstagabend, 16. Februar, verstarb ein 73-jähriger Mann nach einem Zugunfall in Oberschleißheim. Das teilte das Polizeipräsidium am Mittwoch mit.

Eine Regionalbahn war gegen 17 Uhr von Oberschleißheim nach Unterschleißheim unterwegs. Rund 400 Meter nördlich der Haltestelle Oberschleißheim sah der Lokführer einen Menschen im Gleisbereich. Bei der Person handelte es sich um einen 73-Jährigen aus dem Landkreis München.

Tödlicher Zugunfall in Oberschleißheim: 73-Jähriger hat wohl mit Gesten auf Bahn reagiert

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei leitete der 46-jährige Lokführer eine Notbremsung ein und gab mehrere Warntöne ab. Der ältere Mann habe wohl nach Angaben des Polizeipräsidiums auf die Warnung mit Gesten reagiert, er konnte die Gleise aber nicht mehr rechtzeitig verlassen. Er stieß mit dem Zug zusammen.

Der Rentner wurde schwer verletzt, ein Rettungshubschrauber musste ihn in ein Krankenhaus fliegen. Drei Stunden später verstarb er im Klinikum an seinen Verletzungen.

Hier ist der Unfall passiert

Nach tödlichem Unfall: Zugausfälle und massive Verspätungen

Bundespolizisten sperrten für die Unfallaufnahme den Gleisbereich von 17 Uhr an für eine Stunde. Es kam zu Zugausfällen und massiven Verspätungen. S-Bahnen aus Richtung Leuchtenbergring wendeten vorzeitig in Feldmoching, die Züge Richtung Flughafen wendeten in Neufahrn.

Wieso der Mann im Gleisbereich war, teilte das Polizeipräsidium auf Nachfrage nicht mit. Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion