Uhr läuft: Nach dem Drücken der Fußgängerampel läuft unsere Fotografin Ulla Baumgart zurück zum Wagen. Zehn Sekunden dauert die Grünphase für Abbieger, 15 Sekunden die Rotphase auf der B 471.
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Uhr läuft: Nach dem Drücken der Fußgängerampel läuft unsere Fotografin Ulla Baumgart zurück zum Wagen. Zehn Sekunden dauert die Grünphase für Abbieger, 15 Sekunden die Rotphase auf der B 471.
Bei Gelb drüber. Der Lkw beim tödlichen Unfall hatte wohl schon Rot.
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Bei Gelb drüber. Der Lkw beim tödlichen Unfall hatte wohl schon Rot.
Eine Engelsfigur und Blumen erinnern an die 28-jährige Dachauerin, die an der Einmündung von der Ruderregattastrecke auf die B 471 ums Leben gekommen ist. Auch sie hatte die Fußgängerampel gedrückt. Die Grünphase beträgt dann für den einmündenden Verkehr rund zehn Sekunden. Ein Lkw hatte den Wagen der Dachauerin erfasst. Der Lkw hatte wohl Rot.
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Eine Engelsfigur und Blumen erinnern an die 28-jährige Dachauerin, die an der Einmündung von der Ruderregattastrecke auf die B 471 ums Leben gekommen ist. Auch sie hatte die Fußgängerampel gedrückt. Die Grünphase beträgt dann für den einmündenden Verkehr rund zehn Sekunden. Ein Lkw hatte den Wagen der Dachauerin erfasst. Der Lkw hatte wohl Rot.
Eine Engelsfigur und Blumen erinnern an die 28-jährige Dachauerin, die an der Einmündung von der Ruderregattastrecke auf die B 471 ums Leben gekommen ist. Auch sie hatte die Fußgängerampel gedrückt. Die Grünphase beträgt dann für den einmündenden Verkehr rund zehn Sekunden. Ein Lkw hatte den Wagen der Dachauerin erfasst. Der Lkw hatte wohl Rot.
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Eine Engelsfigur und Blumen erinnern an die 28-jährige Dachauerin, die an der Einmündung von der Ruderregattastrecke auf die B 471 ums Leben gekommen ist. Auch sie hatte die Fußgängerampel gedrückt. Die Grünphase beträgt dann für den einmündenden Verkehr rund zehn Sekunden. Ein Lkw hatte den Wagen der Dachauerin erfasst. Der Lkw hatte wohl Rot.
Eine Engelsfigur und Blumen erinnern an die 28-jährige Dachauerin, die an der Einmündung von der Ruderregattastrecke auf die B 471 ums Leben gekommen ist. Auch sie hatte die Fußgängerampel gedrückt. Die Grünphase beträgt dann für den einmündenden Verkehr rund zehn Sekunden. Ein Lkw hatte den Wagen der Dachauerin erfasst. Der Lkw hatte wohl Rot.
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Eine Engelsfigur und Blumen erinnern an die 28-jährige Dachauerin, die an der Einmündung von der Ruderregattastrecke auf die B 471 ums Leben gekommen ist. Auch sie hatte die Fußgängerampel gedrückt. Die Grünphase beträgt dann für den einmündenden Verkehr rund zehn Sekunden. Ein Lkw hatte den Wagen der Dachauerin erfasst. Der Lkw hatte wohl Rot.

Gefährliche Hektik

Ursachenforschung nach Unfalltod auf der B-471

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Hätte eine Ampel mit Signalschleife, die sich automatisch einschaltet, den tödlichen Unfall an der Abzweigung von der Ruderregattaanlage auf die B 471 verhindern können? Nach dem Tod einer 28-jährigen Dachauerin am 16. Januar an dieser Stelle werfen Merkur-Leser diese Frage auf.

Oberschleißheim – Bürgermeister Christian Kuchlbauer, von der Landkreis-Redaktion darauf angesprochen, will das im Gemeinderat zum Thema machen.

Die junge Frau aus Dachau hatte sich am 16. Januar gegen 16.15 Uhr wegen des dichten Verkehrs auf der Bundesstraße nicht nach links Richtung Dachau einfädeln können. Sie stieg aus, drückte die Fußgängerampel an der Einmündung, sprang wieder in ihren Citroen – und wurde beim Einfahren in die Kreuzung von einem Lkw mit voller Wucht erfasst. Ob der noch Gelb oder schon Rot hatte, muss die Polizei noch endgültig klären.

Leser berichtet: Viele Autofahrer drücken die Fußgängerampel

„Dass an dieser Stelle nicht schon öfter ein Unfall passiert ist, ist ohnehin verwunderlich.“ So hat ein Leser auf die Berichterstattung reagiert. Und der Mann weiß, wovon er spricht. Jahrelang hat er seine Kinder zum Rudertraining auf die Anlage gefahren. Im Berufsverkehr, bis weit nch 18 Uhr, sei es „nahezu unmöglich“, von der Regattaanlage links Richtung Dachau abzubiegen. „Das Verkehrsaufkommen, das sich auf beiden Seiten sozusagen abwechselt und extrem hoch ist, macht dies fast unmöglich.“ Manchmal sei er über zehn Minuten gestanden, und nicht nur er. Deshalb drückten viele Autofahrer die Fußgängerampel, um endlich abbiegen zu können. Seine Erfahrung: „Nach dem Drücken der Ampel schafft man es gerade so, in sein Auto zurückzukommen, um während der Rot-Phase für den Verkehr auf der B 471 in die Bundesstraße einbiegen zu können. Das heißt: Es pressiert.“

Grünphase beträgt zehn Sekunden

Messungen der Redaktion bestätigen das: Wer die Fußgängerampel drückt, für den tickt die Uhr. Er muss vom Ampelmast zum Auto die Einmündung halb überqueren, sich anschnallen und bei Grün starten. Die Grünphase beträgt zehn Sekunden. Der Verkehr auf der B 471 hat 15 Sekunden Rot. Und da die Ampel die meiste Zeit nicht in Betrieb ist, dann aber schnell auf Rot schaltet, muss man als Fahrer auf der B 471 aufmerksam sein und schnell reagieren. Zumal an der Stelle 70 Stundenkilometer erlaubt sind . Da muss ein Lkw-Fahrer schon ordentlich in die Eisen steigen.

Beim Staatlichen Bauamt Freising, zuständig für die B 471, ist man natürlich durch den tödlichen Unfall auf diese Ausfahrtsitutation aufmerksam geworden. Bisher sei da nie etwas auffällig gewesen, sagt Stephan Gruber. „Man muss, wenn viel los ist auf der B 471, natürlich länger warten.“ Aber wäre nicht wenigstens eine Ampel mit Signalschleife möglich? Die sich automatisch einschaltet, wenn ein Fahrzeug von der Regattaanlage kommt und an der Abzweigung steht. Das würde zumindest das Drücken der Fußgängerampel ersparen und das hektische Zurücklaufen zum Wagen. Dafür brauche das Straßenbauamt aber einen Antragsteller, der diesen Kreuzungsumbau vorschlägt, sagt Stephan Gruber.

Bürgermeister will Thema diskutieren

Der hat sich in Person von Oberschleißheims Bürgermeister Christian Kuchlbauer vielleicht schon gefunden. Er sagt nämlich auch: „Aus meiner persönlichen Sicht ist das durchaus eine problematische Ausfahrt.“ Und die im Gespräch mit dem

Münchner Merkur diskutierte Möglichkeit mit der neuen Ampel – durchaus überlegenswert. „Das mit der Signalschleife – da könnten wir durchaus einen Antrag stellen.“ Er wolle das im Gemeinderat aufgreifen. „Das würde Sinn machen.“

Was allerdings die Umsetzung derartiger Kreuzungsumbauten betrifft, da ist der Bürgermeister gebremst optimistisch. Er denkt da an die letzte Kreuzung mit der B 471 vor dem Ortsausgang von Schleißheim, Fahrtrichtung Dachau; wo die St.-Hubertus- und die St.-Margarethen-Straße auf die Bundesstraße treffen. Definitiv eine Gefahrenstelle, von allen Behörden anerkannt. „Da wäre eine Vollampel dringend notwendig“, sagt Kuchlbauer. Zugesagt war der Umbau für Allerheiligen 2016. Das ist jetzt drei Monate her. Passiert sei noch nichts.

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